Informationen zur Tagungsreihe
Warum eine Tagungsreihe zum Thema Regionalentwicklung?
Seit einigen Jahren stehen regionalökonomische Fragen im Mittelpunkt der politökonomischen Agenda: in der Schweiz mit der Neuausrichtung der Regionalpolitik, ausserhalb der Schweiz mit der Entwicklung hin zu einem „Europa der Regionen“. Der Bedarf nach regionalökonomischer Forschung und Entwicklung auf Hochschulebene hat somit einen neuen Aufschwung erhalten. Ein Beispiel ist der in der Schweiz geplante Aufbau des „Wissenssystem Regionalentwicklung“ im Rahmen der 3. Strategie der NRP. Ziel ist es, das Wissensmanagement unter den verschiedenen Akteuren der Regionalentwicklung zu fördern, damit die regionalen Entwicklungspotentiale künftig wirksamer unterstützt werden können.
In den letzten Jahren wurde das Angebot an Veranstaltungen zum Thema Regionalentwicklung erweitert, insbesondere im Weiterbildungsbereich. Diese positive Entwicklung hat aber die regionalökonomische Forschung und Entwicklung noch zu wenig erfasst: Plattformen für den Austausch zwischen Forscherinnen und Forschern im Bereich Regionalentwicklung sind in der Schweiz noch nicht vorhanden.
Was unterscheidet diese Tagungsreihe von anderen Veranstaltungen?
Die Tagungsreihe Regionalentwicklung der Hochschule Luzern - Wirtschaft will diese Lücke schliessen: Das Thema Raumentwicklung wird im Rahmen dieser Tagungsreihe aus einer regionalwissenschaftlichen und ökonomischen Perspektive von Fachpersonen diskutiert, die primär im Bereich angewandte Forschung und Entwicklung engagiert sind. Dabei steht die Vorstellung und Diskussion von Forschungsergebnissen im Vordergrund. Die Tagungsreihe steht somit nicht in Konkurrenz zu anderen in der Schweiz bereits bestehenden Veranstaltungsangeboten im Bereich Regionalentwicklung, sondern bietet dazu eine Ergänzung an. Die Ziele der Tagungsreihe Regionalentwicklung
In der Tagungsreihe wird das Thema Regionalentwicklung aus einer regionalwissenschaftlichen und ökonomischen Perspektive betrachten. Jede Tagung ist einem spezifischen Thema gewidmet. Die Tagungsreihe stellt somit eine Plattform für den Austausch zwischen den Forscherinnen und Forschern dar, die im Bereich Regionalentwicklung tätig sind. Mit dem Aufbau eines Forschungsnetzwerks wird angestrebt, der Aktualität und der Relevanz des Themas Regionalentwicklung in der Schweiz gerecht zu werden: Die kritische Auseinandersetzung mit neuem Wissen, die gemeinsame Generierung von neuen Forschungs- und Entwicklungsideen oder sogar die Ausarbeitung von Grundlagen zu einem neuen Nationalen Forschungsprogramm NFP „Regionalentwicklung“ stehen im Fokus der Tagungsreihe Regionalentwicklung.Der Nutzen für die Teilnehmenden
Den Teilnehmenden bringt die Tagung neue Einsichten und ermöglicht einen Erfahrungsaustausch auf Forschungsebene zu einem aktuellen Thema der Regionalwissenschaften. Die Ergebnisse der Tagung werden in einem Tagungsband zusammengefasst und veröffentlicht. Die Tagung ist aber auch eine Plattform, um Kontakte zu Wissenschaftlern und Fachpersonen aus dem Bereich Regional- und Raumentwicklung zu knüpfen und zu vertiefen.
Zielgruppe
Als Zielgruppe legt die Tagungsreihe primär ihren Fokus auf Fachpersonen, die sich mit angewandter Forschung und Entwicklung im Bereich Regionalentwicklung beschäftigen:
- Fachhochschulen
- Universitäten / ETH
- Internationale Netzwerke Regionalforschung
- Mitarbeitende von Bund und Kantone, die sich mit Fragen der Raum- und Regionalentwicklung beschäftigen (insb. ARE und Seco)
- Private Beratungsbüros
- NFP-Forschende
- NRP-Akteure
- Fachstellen Regionalentwicklung
- Forschungsabteilungen von privaten Institutionen (Grossbanken, Kantonalbanken, …)
Die Teilnahme von PraktikerInnen und PolitikerInnen ist v.a. punktuell in der Funktion von „Sparring Partnern“ vorgesehen: Ihnen ist die Aufgabe zugedacht, die diskutierten Forschungs- und Entwicklungsthemen auf ihre Praxisrelevanz einzuschätzen. Besonders geeignet für diese Rolle sind:
- Regionalsekretäre und –manager
- Wirtschaftsförderer
- Gemeinde- und Kantonsvertreter
- Tourismusfachleute
Organisatorische Rahmenbedingungen
Die Tagung wird in Form einer jährlich durchgeführten, eintägigen Veranstaltung stattfinden. Dank der jährlichen Durchführung erhält die Tagung eine Kontinuität, welche die Entwicklung und Festigung eines Forschungsnetzwerks begünstigt.
Die Tagung strebt die Bildung eines überschaubaren und agilen Forschungsnetzwerks an, welches eine fundierte und intensive Diskussion der Themen ermöglicht. Aus diesem Grund soll die Tagung eine vergleichsweise kleine Anzahl Teilnehmenden haben.


