Projekte Hochschule Luzern
Gestaltung des Leistungserstellungsprozesses im internationalen Wettbewerb
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde untersucht, wie Schweizer Unternehmen ihre Leistungserstellungsprozesse
im internationalen Wettbewerb gestalten, unter Berücksichtigung von Produktionsstandorten,
Beschaffungs- und Absatzmärkten sowie für die Unternehmen relevanten Wettbewerbsfaktoren.
Das Projekt konzentriert sich auf den Sektor 2 (Industrie) und setzt auf der im 3-Jahresrhythmus stattfindenden
Erhebung ‚ProduktionsInnovation.ch’ resp. ‚European Manufacturing Survey - Schweiz’ auf, welche mit den für diese Studie erforderlichen Fragestellungen ergänzt/vertieft wird.
An der im 2. Quartal 2009 durchgeführten Erhebung haben etwas mehr als 660 Schweizer Produktions-Unternehmen einen verwertbaren 8-seitigen Fragebogen zurück gesendet, was 13 Prozent (gemäss BZ 2008) der Industrie-Unternehmen mit über 20 MA entspricht.
Die Ergebnisse zeigen, dass 96 Prozent der befragten Produktionsbetriebe international tätig sind. Die Internationalisierung beinhaltet mindestens den ‚Bezug von Vorleistungen aus dem Ausland‘ und reicht über
den ‚Export von Leistungen‘ bis hin zum Aufbau/Betrieb eigener Niederlassungen und Produktionsstätten im Ausland.
Weiter wird anhand einer Zeitreihenanalyse der Produktionsauslagerungen und Rückverlagerungen Schweizer Produktions-Unternehmen über die letzten zehn Jahre aufgezeigt, dass speziell die Verlagerungen ins Ausland rückläufig sind. Bei der Analyse der Motive zur Verlagerung von Teilen der Produktion an ausländische Standorte zeigt sich weiterhin als dominierendes Motiv die ‚Reduktion der
Personalkosten‘, welche jedoch gegenüber früheren Jahren an Bedeutung verloren hat. Bemerkenswert ist, dass bei den Gründen zur Rückverlagerung die Nennungen von ‚Qualität’, ‚Infrastruktur’ und ‚Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal’ rückläufig sind, was einen Hinweis darauf gibt, dass vor allem aufstrebende Nationen diesbezüglich aufholen und der Standortvorteil der Schweiz in diesen Bereichen
kleiner wird.
Die Ergebnisse zeigen, dass Schweizer Produktions-Unternehmen unterschiedliche Strategien wählen, um sich erfolgreich im internationalen Markt zu behaupten. Viele Schweizer Unternehmen positionieren
sich im internationalen Wettbewerb als Innovationsführer und setzen Priorität auf innovative Produkte, um neue Märkte zu erschliessen.
Vorrangiges Ziel Schweizer Produktions-Unternehmen ist es, durch die Präsenz in Auslandmärkten zusätzliches Wachstum zu schaffen. Die Unternehmen bevorzugen daher Regionen mit dynamischen
Wachstumsmärkten wie Osteuropa oder Fernost. Ausschlaggebende Kriterien für die Wahl des Ziellandes sind Marktwachstum, politische und ökonomische Stabilität sowie das Erreichen einer führenden
Marktposition. Viele Unternehmen gründen in den sogenannten ‚Emerging Markets‘ zunächst eine Verkaufsniederlassung. Nach erfolgreichem Start siedeln sie dort nicht nur Produktions- und Vertriebskapazitäten
an, sondern dezentralisieren auch Unterstützungsprozesse wie Marketing, Buchhaltung, Personal, Einkauf und IT.
Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse erfolgt in der Anfang 2011 erscheinenden IBR Publikation ‚Internationalisierungsstrategien Schweizer Produktions-Unternehmen in einer globalen Wirtschaft‘
Projektleiter/in
Bruno Waser, Details
Projektmitarbeiter/innen
Christoph Hanisch, Details
Beteiligte Organisationen
Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR, www.hslu.ch/ibr
Bruno Waser, Details
Projektmitarbeiter/innen
Christoph Hanisch, Details
Beteiligte Organisationen
Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR, www.hslu.ch/ibr
Projektstart
01.12.2008
01.12.2008
Projektende
30.11.2010
30.11.2010

