Stoffwechsel– Textilien im Hochbau, ein neuer Ausdruck
Mit dem Projekt ‚Stoffwechsel’ wird eine Systematik für den innovativen Einsatz von Textilien im Hochbau entwickelt. In dieser umfassenden Studie werden Gewebe in Wechselwirkung mit anderen Werkstoffen effizient eingesetzt, wobei neben den technologischen Komponenten vor allem die Gestaltung im Fokus steht. Der spezifische Charakter von Textilien in der Architektur ermöglicht neue Formen der Strukturen, des Fügens und der Gestaltung von Oberfläche und generiert eine differenzierte Erscheinung. Der Einfluss auf den architektonischen Ausdruck soll erfasst und die entwerferischen Möglichkeiten sollen ausgelotet werden. Mit der entwickelten Grundsystematik wird optimal auf die Anforderungen verschiedener Anwendungen reagiert. Aktuellen Problemen der Baubranche, wie beispielsweise ungünstigen Transporten vorfabrizierter Elemente oder erhöhten energetischen Anforderungen, begegnet die Systematik wirkungsvoll dank des geringen Gewichts konfektionierter Textilien und der vielseitigen Füllmöglichkeiten des Kammersystems.Aufbauend auf der Machbarkeitsstudie TexFass (Mehrschichtige Systeme in Textil für den Hochbau) werden jetzt bereits definierte Projektteile von dem interdisziplinären Team aus dem CC MSE A (T&A) und dem CC P&T (D&K) zu einem Gesamtprojekt zusammengeführt. Die Projektteile ergänzen einander und bringen das praktische Knowhow, aus welchem im Gesamtprojekt das textile System konzipiert wird. Erkenntnisse aus der Entwicklung der Systematik fliessen wieder zurück in die Projektteile und gelangen so zur Anwendung und Überprüfung. Dieses zusammengefasste Vorgehen in einem gemeinsamen Projekt ermöglicht die kontinuierliche Weiterentwicklung bisheriger Erkenntnisse und erlaubt Rückschlüsse auf zukünftige, innovative Anwendungen.
Mitarbeitende CC MSE A
Prof. Dieter Geissbühler, Prof. Tina Unruh, Lukas Hodel
Mitarbeitende CC P&T
Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Tina Moor, Luzia Kälin
Wirtschaftspartner
HP Gasser AG, Membranbau, Lungern, Andreas Gasser
Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure, Zürich, Philippe Willareth
Luzern Design, Willisau, Egon Babst


