NWF-Studie
Vorfabrizierte Naturstein- Wand- und Fassaden ElementeEinsatz neuer Materialien, bzw. neue Einsatzmöglichkeiten bekannter Materialien.
Einerseits interessiert aus wissenschaftlicher Sicht die Anwendung neuer Baustoffe, wie einem polyvalenten Dämmstoff, anderseits auch die innovative Kombination desselben mit einem bereits bekannten Werkstoff.
Neue Herstellungsprozesse
Die Vorfabrikation der Elemente ist vor allem aus dem Systembau mit Holz bekannt, sie wird allerdings in diesem Projekt mit neuen Materialkombinationen vorgenommen. Einzelne Schichten werden zu einem integrierten Element zusammen gebracht.
Entwerfen
Aus architektonischer Sicht bietet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Entwerfen mit geschosshohen Elementen jenseits verpönter ‚Plattenbauten’. Wie bereits in einigen Innovations-Projekten nachgewiesen werden konnte, bedingen vorfabrizierte Elemente im Entwurf andere, längere Planungsphasen und im Bau sorgsame Gliederungen. Es bedarf zusätzlich einer sorgfältigen Prüfung, wie Architekten mit den eingeschränkten Dimensionen der Elemente planen können.
Im Entwurf muss ein scheinbarer Widerspruch zwischen Herstellungsverfahren und materieller Erscheinung berücksichtigt werden.
Ein weiteres Ziel ist es, tektonisch sinnvolle Fügeprinzipien der Elemente zu erarbeiten. Konventionell aufgebaute Fassaden erhalten gestalterisch und technisch problematische Dillatationsfugen zur Berücksichtigung der notwendigen Ausdehnung aller Teile. Dadurch wird der Gesamteindruck der Gebäude oft gestört und vorgehängte Fassade erscheinen als ‚Tapeten’. Die Fugen bieten zudem konstruktive Schwachstellen in der Fassade. Wenn Fugen zur Aufnahme der Ausdehnung auch nicht vermeidbar sind, wird bei der Entwicklung des NWF-Elementes doch von Beginn an auf eine saubere Detaillierung dieser Problemstellen geachtet werden, die auch für weitere Vorfabrizierte Systeme Anwendung finden könnte.
Prozess
Methodisch ist der im Projekt angestrebte iterative Prozess von grossem Interesse. Die interdisziplinäre Entwicklung eines Grundmoduls aus der Sicht seiner Anwendbarkeit im architektonischen Entwurf sorgt für die Berücksichtigung aller am Bau Beteiligten. Dies gewährt auch eine realistische Einschätzung der Anwendbarkeit.
Beteiligung HSLU – T&A
CC Material, Struktur, Energie in Architektur (CC M-S-E)
CC Konstruktiver Ingenieurbau (CC KI)
Zentrum für Integrale Gebäudetechnik (ZIG)
CC Fassaden- und Metallbau (CC FM)
Wirtschaftspartner
BEFAG Betonvorfabrikations AG, Flüelen
Ernst Basler + Partner AG, Zürich
Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei AG, Buchen-Staad
Schöb AG, Systemhausbau, Gams
CC Konstruktiver Ingenieurbau (CC KI)
Zentrum für Integrale Gebäudetechnik (ZIG)
CC Fassaden- und Metallbau (CC FM)
Wirtschaftspartner
BEFAG Betonvorfabrikations AG, Flüelen
Ernst Basler + Partner AG, Zürich
Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei AG, Buchen-Staad
Schöb AG, Systemhausbau, Gams
Mitarbeitende
Prof. Tina Unruh,

