Erneuerung von Innen
Eine integrale Massnahme zur Verbesserung des Energiehaushaltes von BaudenkmälernBaudenkmäler haben einen materiellen und einen symbolischen Wert. Veränderungen aufgrund der heute geforderten energetischen Massnahmen generieren mehrheitlich starke Einschränkung, da sie die historischen Oberflächen beeinträchtigen, bzw. nicht kompatible, gestalterische Elemente addieren. Dabei ist eine grosse Anzahl Baudenkmäler durchaus energetisch günstig gebaut und oft bedingen erst neue Nutzungen die energetischen Optimierungen. Die heutige Baupraxis neigt allerdings dazu, Nutzflächen zu maximieren und sämtliche Anforderungen in möglichst dünnen Schichten zu verdichten, was die sensible Baustruktur eines Denkmals überfordern kann. Ein komplementärer Weg besteht in der totalen Entlastung der Architektur durch rein technische Innovation. Einen weiteren Ansatz stellt die konstruktive Entschichtung der Fassade dar. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für grossvolumige Bauten, deren Innenraum vielleicht auch weniger durch seine Oberflächen, als vielmehr durch seine formale Gestalt schützenswert ist. Hohe Anforderungen werden dabei auf mehrere, niedertechnische Schichten aufgeteilt. Die bestehende Fassade bleibt dabei möglichst unangetastet oder/und wird lediglich wieder hergestellt. Nach innen wird eine zweite Hülle angeordnet, welche die heutigen energetischen, akustischen und brandschutztechnischen Anforderungen gewährleistet. Der Raum zwischen der Fassade und der neu aufgebrachten Schicht kann unterschiedlich tief sein.
Mitarbeitende CC MSE A
Prof. Tina Unruh, Prof. Christian Hönger
Mitarbeitende ZIG
Prof. Urs-Peter Menti
Denkmalpfleger Abteilung Architektur
Dr. Peter Omachen, Kantonaler Denkmalpfleger Kanton Obwalden
Projektpartner
Gefördert durch die Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege


