Architekturforschung
Wie bei allen angewandten, gestalterischen Wissenschaften reicht auch das Wirkungsfeld der Architektur über Theorie und Praxis, vom technischen zum künstlerischen Ansatz. Dies erschwert die Differenzierung wissenschaftlicher Vorgehensweisen von experimentellem, entwurfsorientierten Handeln. Die Frage ist daher, wann Forschung in der Architektur angewendet wird, wann sie relevant ist und wie sie sich von Forschung über architektonische Themen oder technischen Entwicklungen unterscheidet. Aktuell – mit dem Masters geht der Auftrag zur Forschung einher – bedarf es Klärung der Rolle der angewandten Forschung in der Architektur, zumindest eine Fixierung des Themas. Dabei sollen keine Dogmen, aber Richtlinien gesetzt werden, die auf einen wissenschaftlichen Diskurs gründen. Diese erleichtern die Kommunikation zwischen Institutionen und Forschungspartnern indem Begriffe präzisiert und das Verhältnis von Forschung und ihrer Anwendung Entwurf geklärt wird.
Erreicht wird dieses über drei aufeinander aufbauende Schritte, die die grundsätzlichen Zusammenhänge aufzeigen, Schlüsselmomente der Architekturforschung herausarbeiten und über Fallstudien die jeweilige Technik des Transfers untersucht.
Die Resultate dieser Studie bieten unter anderem die Möglichkeit, jene Voraussetzungen zu evaluieren, die überhaupt eine Anwendung im Entwurf zulassen. So erhalten Forschungsprojekte einen leichter kommunizierbaren Marktwert, d.h. Forschungsprojekte werden bewertbar in ihren Voraussetzungen die sie mitbringen müssen und in den Methoden und Strategien, die angewendet werden sollen. So kann zum Beispiel aufgrund der Resultate dieser Untersuchung die Anwendbarkeit von neue Technologien, neuen Materialien, aber auch neuen Einsichten der Geisteswissenschaften auf ihre Konsequenzen für den Entwurf abgeschätzt und bewertet werden.
Publikation
Das Klima als Entwurfsfaktor
Mitarbeitende
Prof. Tina Unruh, Andri Gerber, Prof. Dieter Geissbühler


