Kulturpreis für Thomas Estermann: Eigentlich wollte er in die Wildnis
„Der Kulturpreis 2011 geht an den Musikpädagogen Thomas Estermann. Er wird für sein Engagement in der Jugendförderung ausgezeichnet. […] Heute unterrichtet der 43-Jährige klassische Gitarre an der Musikschule Region Sursee. Für seine Verdienste als innovativer Musiker auf Gitarre und Kontrabass und vor allem auch für sein Engagement in der musikalischen Jugendförderung in mehreren Ensembles wird er nun von der Stadt Sursee ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5000 Franken dotiert.“
(Ismail Osman, Neue Luzerner Zeitung, 31. Dezember 2010)
Julian Sartorius – ein Schlagzeug im Kopf
„Oft geschieht es im Zug zwischen Bern und Zürich. Da sitzt ein schmaler, unrasierter Mann mit geschlossenen Augen im Zweitklassabteil und spielt Schlagzeug, die ganze Fahrt, ein komplettes Konzert. Am späteren Abend wird er dasselbe Set noch einmal interpretieren […]Natürlich ist es verboten, in SBB-Waggons zu musizieren. Aber kein Fahrgast hat sich je beklagt. Denn der Mann mit den geschlossenen Augen ist Julian Sartorius, und das Schlagzeug steckt in seinem Kopf: Pauke, Snare, Hi-Hat, Ride, Crash, Toms – alles da. […] Im Februar fährt er für sechs Monate nach Berlin, um im Rahmen des Thuner Atelierstipendiums an diesem Projekt zu arbeiten, im Herbst soll dann sein Soloalbum erscheinen. Ein interessantes Experiment. Doch wie sieht es finanziell aus? ‚Reich wird man damit vielleicht nicht‘, sagt Sartorius. ‚Doch ich möchte als Musiker mutig bleiben.‘“
(Christoph Lenz, Der Bund, 31. Dezember 2010)
„Oft geschieht es im Zug zwischen Bern und Zürich. Da sitzt ein schmaler, unrasierter Mann mit geschlossenen Augen im Zweitklassabteil und spielt Schlagzeug, die ganze Fahrt, ein komplettes Konzert. Am späteren Abend wird er dasselbe Set noch einmal interpretieren […]Natürlich ist es verboten, in SBB-Waggons zu musizieren. Aber kein Fahrgast hat sich je beklagt. Denn der Mann mit den geschlossenen Augen ist Julian Sartorius, und das Schlagzeug steckt in seinem Kopf: Pauke, Snare, Hi-Hat, Ride, Crash, Toms – alles da. […] Im Februar fährt er für sechs Monate nach Berlin, um im Rahmen des Thuner Atelierstipendiums an diesem Projekt zu arbeiten, im Herbst soll dann sein Soloalbum erscheinen. Ein interessantes Experiment. Doch wie sieht es finanziell aus? ‚Reich wird man damit vielleicht nicht‘, sagt Sartorius. ‚Doch ich möchte als Musiker mutig bleiben.‘“
(Christoph Lenz, Der Bund, 31. Dezember 2010)
„Die Adligenswilerin Regula Mühlemann hat sich eine grosse Filmrolle geangelt: sie spielt im Opernfilm ‚Der Freischütz‘ - zusammen mit internationalen Opernstars wie Michael König, Juliane Banse oder René Pape. Premiere ist im Filmtheater des Verkehrshauses. Vor einem Jahr hat sie die Hochschule für Musik abgeschlossen und spielt am Luzerner Theater ‚Papagena‘.“
(Regionaljournal Zentralschweiz, DRS 1, 22. Dezember 2010, 17.30 Uhr)
(Regionaljournal Zentralschweiz, DRS 1, 22. Dezember 2010, 17.30 Uhr)
Regula Mühlemann spielt in grossem Opernfilm und wirkt am Luzerner Theater
„Alles deutet darauf hin, dass die Sängerin aus Adligenswil den grossen Karrieresprung schaffen wird: Eben hat die 24-jährige Regula Mühlemann am Luzerner Theater in kleinen Rollen glanzvoll debütiert und wirkt da als Papagena in der ‚Zauberflöte‘ und in Scarlattis ‚Trionfo dell’amore‘ mit. Und bereits ist sie auch auf Grossleinwand zu sehen: Mit Stars wie Juliane Banse oder René Pape im Opernfilm ‚Der Freischütz‘, der am 23. Dezember in Luzern Premiere hat.“
(Urs Mattenberger, Zentralschweiz am Sonntag, 19. Dezember 2010)
„Alles deutet darauf hin, dass die Sängerin aus Adligenswil den grossen Karrieresprung schaffen wird: Eben hat die 24-jährige Regula Mühlemann am Luzerner Theater in kleinen Rollen glanzvoll debütiert und wirkt da als Papagena in der ‚Zauberflöte‘ und in Scarlattis ‚Trionfo dell’amore‘ mit. Und bereits ist sie auch auf Grossleinwand zu sehen: Mit Stars wie Juliane Banse oder René Pape im Opernfilm ‚Der Freischütz‘, der am 23. Dezember in Luzern Premiere hat.“
(Urs Mattenberger, Zentralschweiz am Sonntag, 19. Dezember 2010)
Konzert mit Oboen-Solist Kurt Meier: Ein vorgezogenes musikalisches Weihnachtsgeschenk
«Einmal mehr einen beeindruckenden Nachweis seines prächtigen Leistungsvermögens erbrachte das Hochrheinische Kammerorchester unter der Leitung von Daniel Polentarutti bei seinem Konzert am Samstagabend in der Propsteikirche in Wislikofen. […] Ohne die vorzüglichen Leistungen der Orchestermitglieder schmälern zu wollen: Die Glanzpunkte des Abends setzte der Oboen-Solist Kurt Meier. […] ‘Perfekt und virtuos‘ sind gerade noch angemessene Beschreibungen dessen, was Meier in den beiden Konzerten für Oboe und Streichorchester von Alessandro Marcello (1669-1747) und Domenico Cimarosa (1749-1801) solistisch auf der Oboe präsentierte. Wohl selten haben die begeisterten Zuhörer eine solch eindrucksvolle Demonstration auf diesem Instrument erlebt.»
(Alfred Lins, Aargauer Zeitung, 7. Dezember 2010)
«Einmal mehr einen beeindruckenden Nachweis seines prächtigen Leistungsvermögens erbrachte das Hochrheinische Kammerorchester unter der Leitung von Daniel Polentarutti bei seinem Konzert am Samstagabend in der Propsteikirche in Wislikofen. […] Ohne die vorzüglichen Leistungen der Orchestermitglieder schmälern zu wollen: Die Glanzpunkte des Abends setzte der Oboen-Solist Kurt Meier. […] ‘Perfekt und virtuos‘ sind gerade noch angemessene Beschreibungen dessen, was Meier in den beiden Konzerten für Oboe und Streichorchester von Alessandro Marcello (1669-1747) und Domenico Cimarosa (1749-1801) solistisch auf der Oboe präsentierte. Wohl selten haben die begeisterten Zuhörer eine solch eindrucksvolle Demonstration auf diesem Instrument erlebt.»
(Alfred Lins, Aargauer Zeitung, 7. Dezember 2010)
Woanders mit Sarah Buechi
„Die Luzernerin Sarah Buechi hat sich bewusst nach ‚ganz woanders‘ begeben, um herauszufinden, welche Elemente ihre musikalische Ausdrucksform prägen sollen. Vor fünf Jahren hatte sie sich entschieden, ihr Auslandstudienjahr nicht wie üblich in den USA oder in Skandinavien zu verbringen, sondern in Südindien. Den Ausschlag gab eine CD mit indischer Musik, die sie von ihrer Dozentin Susanne Abbuehl, Jazz-Hochschule Luzern, erhalten hatte. […] Einen ersten starken Höreindruck ihrer musikalischen Intentionen bietet das Debütalbum ‚Vidya Mani‘, das sie kürzlich mit ihrer Band THALi auf Unit Records veröffentlicht hat. Mit Matthias Tschopp (Baritonsax), Stefan Aeby (Piano), Marco Müller (Bass) und Lionel Friedli (Drums) hat sie vier Musiker gefunden, die es verstehen, die neuen Elemente zu integrieren, ohne ihre persönliche Musiksprache zu vernachlässigen.“
(Pirmin Bossart, Jazz ‘N’ More, 4. November 2010)
„Die Luzernerin Sarah Buechi hat sich bewusst nach ‚ganz woanders‘ begeben, um herauszufinden, welche Elemente ihre musikalische Ausdrucksform prägen sollen. Vor fünf Jahren hatte sie sich entschieden, ihr Auslandstudienjahr nicht wie üblich in den USA oder in Skandinavien zu verbringen, sondern in Südindien. Den Ausschlag gab eine CD mit indischer Musik, die sie von ihrer Dozentin Susanne Abbuehl, Jazz-Hochschule Luzern, erhalten hatte. […] Einen ersten starken Höreindruck ihrer musikalischen Intentionen bietet das Debütalbum ‚Vidya Mani‘, das sie kürzlich mit ihrer Band THALi auf Unit Records veröffentlicht hat. Mit Matthias Tschopp (Baritonsax), Stefan Aeby (Piano), Marco Müller (Bass) und Lionel Friedli (Drums) hat sie vier Musiker gefunden, die es verstehen, die neuen Elemente zu integrieren, ohne ihre persönliche Musiksprache zu vernachlässigen.“
(Pirmin Bossart, Jazz ‘N’ More, 4. November 2010)
Erfolgreiches erstes Konzert des Lucerne Chamber Orchestra
„Höhepunkt des Abends war die Serenade für Streichorchester von Edward Elgar. […] Das Ensemble übernahm den wellenden Duktus des ersten Teils. Wie selbstverständlich kontrastierten die rhythmisierenden Gruppen mit den breiten Melodienflächen. Ein wahrlich gelungener Start dieses neuen Ensembles – man darf sich wohl schon den 12. Juni 2011 vormerken, das Datum ihres zweiten Kammerkonzertes, wieder im Marianischen Saal.“
(Roman Kühne, Neue Luzerner Zeitung, 02. 11. 2010)
„Höhepunkt des Abends war die Serenade für Streichorchester von Edward Elgar. […] Das Ensemble übernahm den wellenden Duktus des ersten Teils. Wie selbstverständlich kontrastierten die rhythmisierenden Gruppen mit den breiten Melodienflächen. Ein wahrlich gelungener Start dieses neuen Ensembles – man darf sich wohl schon den 12. Juni 2011 vormerken, das Datum ihres zweiten Kammerkonzertes, wieder im Marianischen Saal.“
(Roman Kühne, Neue Luzerner Zeitung, 02. 11. 2010)
Diplomkonzert von Sarah Nyffeler: Aus der Vergessenheit ans Licht geholt
Die Schaffhauserin Sarah Nyffeler wählte als Prüfungsort für die erste Aufführung ihres Diplomkonzertes an der Hochschule Musik Luzern unsere Stadtkirche St. Johann. Allein schon die Tatsache, dass die junge Chorleiterin eine tiefgründige Musik von dieser Innerlichkeit wählte ohne die geringste Möglichkeit für oberflächliche Effekthascherei oder gefällige Virtuosität, spricht für die hoffnungsvolle Nachwuchsdirigentin und ist ihr hoch anzurechnen. Dass Schumanns Requiem in der einschlägigen Sekundärliteratur kaum erwähnt oder sogar vernichtend beurteilt, ja demzufolge auch kaum je aufgeführt wird, tut dem gehaltvollen Werk unrecht. Es darf sich qualitativ durchaus an den grossen, romantischen Requiemvertonungen messen. […] Es war ein Genuss, Sarah Nyffeler zuzusehen. Mit ruhiger und aufrechter Körperhaltung, wohldosierter, unverkrampft organischer und aussagekräftiger Zeichensprache beschränkte sie sich in völlig uneitler Art und Weise auf das Wesentliche in der Musik. Ihre gut vorbereiteten Chöre hatte sie sorgfältig geschult, was ausgewogene Klanglichkeit, Intonation, Sprachduktus, Diktion und dynamische Gestaltung betraf, und die beinahe 130 Beteiligten folgten ihren präzisen Anweisungen aufmerksam und mit Freude.
(Gisela Zweifel, Schaffhauser Nachrichten, 18. Oktober 2010)
Die Schaffhauserin Sarah Nyffeler wählte als Prüfungsort für die erste Aufführung ihres Diplomkonzertes an der Hochschule Musik Luzern unsere Stadtkirche St. Johann. Allein schon die Tatsache, dass die junge Chorleiterin eine tiefgründige Musik von dieser Innerlichkeit wählte ohne die geringste Möglichkeit für oberflächliche Effekthascherei oder gefällige Virtuosität, spricht für die hoffnungsvolle Nachwuchsdirigentin und ist ihr hoch anzurechnen. Dass Schumanns Requiem in der einschlägigen Sekundärliteratur kaum erwähnt oder sogar vernichtend beurteilt, ja demzufolge auch kaum je aufgeführt wird, tut dem gehaltvollen Werk unrecht. Es darf sich qualitativ durchaus an den grossen, romantischen Requiemvertonungen messen. […] Es war ein Genuss, Sarah Nyffeler zuzusehen. Mit ruhiger und aufrechter Körperhaltung, wohldosierter, unverkrampft organischer und aussagekräftiger Zeichensprache beschränkte sie sich in völlig uneitler Art und Weise auf das Wesentliche in der Musik. Ihre gut vorbereiteten Chöre hatte sie sorgfältig geschult, was ausgewogene Klanglichkeit, Intonation, Sprachduktus, Diktion und dynamische Gestaltung betraf, und die beinahe 130 Beteiligten folgten ihren präzisen Anweisungen aufmerksam und mit Freude.
(Gisela Zweifel, Schaffhauser Nachrichten, 18. Oktober 2010)
Riemann-Oper am Luzerner Theater: Die Oper menschlich gemacht
„Die 1988 entstandene Mini-Oper des US-Amerikaners Tom Johnson (geb. 1939) macht sich über die gängigen Opern-Klischees lustig und relativiert sie. […] Die Aufführung selbst war nicht unerwartet ein Plädoyer für die Oper. Nur vier Personen, ein Tenor (Franz Steffen), ein Bariton (Daniel Perez), eine Primadonna (Patricia Flury) und eine Primadonna assoluta (Lisa Brunner) agieren auf der spartanisch eingerichteten UG-Bühne, auf der neben Notenständern nur ein Flügel steht. […] In den fantasievollen Kostümen agierten die Sänger, allesamt Absolventen der Musikhochschule Luzern, unter der Regie von Johannes Pölzgutter lebendig und stimmlich teilweise sogar virtuos. […] Das Ziel des Produktionsteams war es, einem möglichst effizient und unterhaltsam die in manchen Augen unmögliche Kunstgattung Oper näherzubringen. Das ist ihnen gelungen.“
(Fritz Schaub, Neue Luzerner Zeitung, 15. Oktober 2010)
„Die 1988 entstandene Mini-Oper des US-Amerikaners Tom Johnson (geb. 1939) macht sich über die gängigen Opern-Klischees lustig und relativiert sie. […] Die Aufführung selbst war nicht unerwartet ein Plädoyer für die Oper. Nur vier Personen, ein Tenor (Franz Steffen), ein Bariton (Daniel Perez), eine Primadonna (Patricia Flury) und eine Primadonna assoluta (Lisa Brunner) agieren auf der spartanisch eingerichteten UG-Bühne, auf der neben Notenständern nur ein Flügel steht. […] In den fantasievollen Kostümen agierten die Sänger, allesamt Absolventen der Musikhochschule Luzern, unter der Regie von Johannes Pölzgutter lebendig und stimmlich teilweise sogar virtuos. […] Das Ziel des Produktionsteams war es, einem möglichst effizient und unterhaltsam die in manchen Augen unmögliche Kunstgattung Oper näherzubringen. Das ist ihnen gelungen.“
(Fritz Schaub, Neue Luzerner Zeitung, 15. Oktober 2010)
Einspielungen von Uli Fussenegger: Neue Musik für Kontrabass
„Eigentlich wusste schon Hector Berlioz, dass sich der Kontrabass hervorragend zur Grundierung von Stimmungen eignet. ‘Düsteres, Schauriges, Grübeln und Versunkenheit‘ würden besonders gut wiedergegeben, heisst es in der ‘Instrumentationslehre‘, die von Richard Strauss überarbeitet wurde. Auch die Flageolett-Töne schätzt Berlioz sehr, wohingegen er von Virtuosem abrät. Dennoch entstanden bis ins 20. Jahrhundert hinein Bravourstücke, die letztlich an den klanglichen Qualitäten dieses Instruments vorbeigehen. Tatsächlich hat erst die neue Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts die Seele des Kontrabasses umfassend freigelegt. Das zeigen auch neue Einspielungen, die von Uli Fussenegger und Frank Reinecke vorliegen. Beide sind nicht nur Meister auf ihrem Instrument, sondern haben sich zugleich um die zeitgenössische Musik verdient gemacht. So ist Fussenegger seit 1988 Mitglied des Klangforums Wien und lehrt an der Musikhochschule in Luzern Kontrabass und Kammermusik.“
(Marco Frei; Neue Zürcher Zeitung, 1. Oktober 2010)
„Eigentlich wusste schon Hector Berlioz, dass sich der Kontrabass hervorragend zur Grundierung von Stimmungen eignet. ‘Düsteres, Schauriges, Grübeln und Versunkenheit‘ würden besonders gut wiedergegeben, heisst es in der ‘Instrumentationslehre‘, die von Richard Strauss überarbeitet wurde. Auch die Flageolett-Töne schätzt Berlioz sehr, wohingegen er von Virtuosem abrät. Dennoch entstanden bis ins 20. Jahrhundert hinein Bravourstücke, die letztlich an den klanglichen Qualitäten dieses Instruments vorbeigehen. Tatsächlich hat erst die neue Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts die Seele des Kontrabasses umfassend freigelegt. Das zeigen auch neue Einspielungen, die von Uli Fussenegger und Frank Reinecke vorliegen. Beide sind nicht nur Meister auf ihrem Instrument, sondern haben sich zugleich um die zeitgenössische Musik verdient gemacht. So ist Fussenegger seit 1988 Mitglied des Klangforums Wien und lehrt an der Musikhochschule in Luzern Kontrabass und Kammermusik.“
(Marco Frei; Neue Zürcher Zeitung, 1. Oktober 2010)
Michael Kaufmann: Neuer Rektor der Hochschule Luzern – Musik, September 2010
„Der Vizedirektor des Bundesamtes für Energie leitet ab dem 1. März 2011 neu die Hochschule Luzern – Musik. […] Das mag im ersten Moment erstaunen. Ein Blick in den Lebenslauf des 56-jährigen Berners mit Bürgerrecht in Winikon LU erklärt jedoch einiges: Kaufmann ist nebenberuflich Pianist, Chorleiter und Komponist und als Musik- und Kulturjournalist tätig. Ausserdem ist er unter anderem Vizepräsident der Swiss Jazz School.“
(Mirjam Weiss-Gast, Neue Luzerner Zeitung, 15.09.2010
„Der Vizedirektor des Bundesamtes für Energie leitet ab dem 1. März 2011 neu die Hochschule Luzern – Musik. […] Das mag im ersten Moment erstaunen. Ein Blick in den Lebenslauf des 56-jährigen Berners mit Bürgerrecht in Winikon LU erklärt jedoch einiges: Kaufmann ist nebenberuflich Pianist, Chorleiter und Komponist und als Musik- und Kulturjournalist tätig. Ausserdem ist er unter anderem Vizepräsident der Swiss Jazz School.“
(Mirjam Weiss-Gast, Neue Luzerner Zeitung, 15.09.2010
Lucerne Festival – Moderne 6 im Luzerner Südpol, September 2010
„Dass umgekehrt der Verzicht auf krampfhafte Originalitätsansprüche lustvoll entfesseltes Spiel erlaubt, bewiesen dagegen Christy Doran (Gitarre), Fredy Studer und Michael Werthmüller (Schlagzeug) im Zusammenspiel mit Composer in Residence Dieter Ammann. Da sprangen die Funken im Flug über, und es ging druckvoll die Post ab.“
(Urs Mattenberger, Neue Luzerner Zeitung, 14.09.2010)
„Mit Jürg Wyttenbach kam der Altmeister des Théâtre Musical zu Wort – und das in einem Konzert mit zwei Formationen der Hochschule Luzern – Musik. Das Ensemble Helix und die ‚Alpini Vernähmlassig‘ brachten vier anspruchsvolle Werke zu sorgfältiger Uraufführung. Zum Beispiel Jürg Wyttenbachs ‚Marsyas gegen Apoll‘, ein ‚musikalisches Satyrspiel‘, in dem sich Humor, Szenisches und Musikalisches in Wyttenbachs charakteristischer Manier verbinden. […] Fabian Müller und Helena Winkelmann verfärbten in ihren Werken das Vokabular verschiedener Schweizer Volkstänze […] Platte Posse gab Urban Mäder in ‚Über Stock und Stein‘ mit einer Satire über den Gruss von Berggängern, wogegen die virtuosen Klangstrudel in der computergenerierten ‚Dans aveugle‘ von Hanspeter Kyburz faszinierten.“
(Michelle Ziegler, Neue Zürcher Zeitung, 14.09.2010)
„Dass umgekehrt der Verzicht auf krampfhafte Originalitätsansprüche lustvoll entfesseltes Spiel erlaubt, bewiesen dagegen Christy Doran (Gitarre), Fredy Studer und Michael Werthmüller (Schlagzeug) im Zusammenspiel mit Composer in Residence Dieter Ammann. Da sprangen die Funken im Flug über, und es ging druckvoll die Post ab.“
(Urs Mattenberger, Neue Luzerner Zeitung, 14.09.2010)
„Mit Jürg Wyttenbach kam der Altmeister des Théâtre Musical zu Wort – und das in einem Konzert mit zwei Formationen der Hochschule Luzern – Musik. Das Ensemble Helix und die ‚Alpini Vernähmlassig‘ brachten vier anspruchsvolle Werke zu sorgfältiger Uraufführung. Zum Beispiel Jürg Wyttenbachs ‚Marsyas gegen Apoll‘, ein ‚musikalisches Satyrspiel‘, in dem sich Humor, Szenisches und Musikalisches in Wyttenbachs charakteristischer Manier verbinden. […] Fabian Müller und Helena Winkelmann verfärbten in ihren Werken das Vokabular verschiedener Schweizer Volkstänze […] Platte Posse gab Urban Mäder in ‚Über Stock und Stein‘ mit einer Satire über den Gruss von Berggängern, wogegen die virtuosen Klangstrudel in der computergenerierten ‚Dans aveugle‘ von Hanspeter Kyburz faszinierten.“
(Michelle Ziegler, Neue Zürcher Zeitung, 14.09.2010)
Interview mit Cordula Kurthen, Violinstudentin an der Hochschule Luzern und Lucerne Festival Academy-Teilnehmerin, September 2010
„Toll, wirklich sehr beeindruckend! Er (Pierre Boulez)arbeitet sehr nüchtern, sehr genau und hat eine klare Klangvorstellung. Er ist stets höflich, fast charmant und jemand, dem man vollkommen vertrauen kann. Ausserdem setzt er die Leute nicht unter Druck, sondern versucht auf ruhige Art stets zu helfen. […]einen Kammermusikparter zu finden, wäre eventuell möglich. Freundschaften kann man auch schliessen.“
(Interview von Robert Knobel, Neue Luzerner Zeitung, 03. September 2010)
Hochschule Luzern – Musik an der „Stubete am See“, August 2010
„Freilich ist in der Volksmusik-Szene gerade das Neue manchmal ganz alt, wie die Helvetic Fiddlers zeigten: Sie nehmen ländliche Melodien, die aus dem 18. Und 19. Jahrhundert stammen, und kleiden sie in zeitgenössische Arrangements. […] Solche konzertante, überraschungsreich arrangierte Volksmusik war von den sieben jungen Musikerinnen und Musikern zu hören, die ihrer Formation den schönen Namen ‚Alpini Vernähmlassig‘ gegeben haben. Alle studieren an der Hochschule Luzern – Musik und haben dort den Schwerpunkt Volksmusik gewählt. […] Noch einige musikalische Schritte weiter als die Musikstudenten ging das 14-köpfige Ländlerorchester. Es spielte die ‚Waldstätter Fantasie‘, eine Suite in sechs Sätzen, in der sich der Komponist und Klarinettist Dani Häusler an ländlichen Tanzformen wie Länder, Polonaise oder Schottisch orientiert. […] die ‚Waldstätter Fantasie‘ war einer der Höhepunkte der ‚Stubete am See‘, die nach der diesjährigen zweiten Ausgabe hoffentlich zu einer festen Einrichtung im Züricher Kulturleben wird.“
(Kuno Gurtner, Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2010)
„Freilich ist in der Volksmusik-Szene gerade das Neue manchmal ganz alt, wie die Helvetic Fiddlers zeigten: Sie nehmen ländliche Melodien, die aus dem 18. Und 19. Jahrhundert stammen, und kleiden sie in zeitgenössische Arrangements. […] Solche konzertante, überraschungsreich arrangierte Volksmusik war von den sieben jungen Musikerinnen und Musikern zu hören, die ihrer Formation den schönen Namen ‚Alpini Vernähmlassig‘ gegeben haben. Alle studieren an der Hochschule Luzern – Musik und haben dort den Schwerpunkt Volksmusik gewählt. […] Noch einige musikalische Schritte weiter als die Musikstudenten ging das 14-köpfige Ländlerorchester. Es spielte die ‚Waldstätter Fantasie‘, eine Suite in sechs Sätzen, in der sich der Komponist und Klarinettist Dani Häusler an ländlichen Tanzformen wie Länder, Polonaise oder Schottisch orientiert. […] die ‚Waldstätter Fantasie‘ war einer der Höhepunkte der ‚Stubete am See‘, die nach der diesjährigen zweiten Ausgabe hoffentlich zu einer festen Einrichtung im Züricher Kulturleben wird.“
(Kuno Gurtner, Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2010)
Uraufführung der „Waldstätter Fantasie“ von Dani Häusler in der Tonhalle in Zürich, August 2010
„Am nächsten Samstag und Sonntag wird dort seine ‚Waldstätter Fantasie‘ uraufgeführt, die er für die ‚Stubete am See‘ komponiert hat. Das Stück – eine volksmusikalische Sinfonie – ist für ein Ländlerorchester geschrieben, dem Musiker aus mehreren Formationen angehören, darunter Häuslers ‚Hujässler‘ […] Die ‚Hujässler‘ haben einen eigenen Stil begründet, an dem sich heute jüngere Gruppen orientieren. Dazu gehört die Formation ‚Barde‘ genauso wie ‚Quantensprung‘; beide treten an der ‚Stubete am See‘ auf. ‚Quantensprung‘-Klarinettist Matthias Landtwing etwa hat an der Hochschule Luzern – Musik studiert. Diese bietet einen Schwerpunkt Volksmusik an, für den Häusler als Studienleiter zuständig ist. Studienleiter Volksmusik? Ja, die Volksmusik ist nicht nur in der Tonhalle angekommen, sondern auch an der Hochschule.“
(Kuno Gurtner, Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2010)
Unermüdlicher Lionel Friedli, August 2010
„Eine junge Generation von Jazzschlagzeugern beerbt die grossen Namen der Schweizer Szene. Der Unermüdlichste unter ihnen ist Lionel Friedli, der in so vielen Bands spielt, dass er mit Zählen kaum noch nachkommt. […] ‚Lionel kann nicht nur alles spielen‘, sagt der Luzerner Gitarrist (Christy Doran), ‚er fügt sich sehr gut in eine Band ein und trägt so ungemein viel zu ihrer Dynamik bei.‘ Angedeutet ist damit auch Lionel Friedlis auffälligste Qualität. Die Urwucht nämlich, aus der er seine Grooves holt.“
(Christoph Fellmann, Tages Anzeiger, 24.08.2010)
„Eine junge Generation von Jazzschlagzeugern beerbt die grossen Namen der Schweizer Szene. Der Unermüdlichste unter ihnen ist Lionel Friedli, der in so vielen Bands spielt, dass er mit Zählen kaum noch nachkommt. […] ‚Lionel kann nicht nur alles spielen‘, sagt der Luzerner Gitarrist (Christy Doran), ‚er fügt sich sehr gut in eine Band ein und trägt so ungemein viel zu ihrer Dynamik bei.‘ Angedeutet ist damit auch Lionel Friedlis auffälligste Qualität. Die Urwucht nämlich, aus der er seine Grooves holt.“
(Christoph Fellmann, Tages Anzeiger, 24.08.2010)
Orgelklänge und geistliche Musik in Engelberg, August 2010
„Zu Gast waren das Mozart-Ensemble Luzern, der Chor und das Orchester des Collegium Musicum Luzern sowie ein Vokalsolistenquartett. Alois Koch, welcher das Collegium Musicum Luzern im Jahre 1982 gegründet hatte, leitete das anspruchsvolle Konzert. Das Konzert wurde mit der Trauermusik für den Feldmarschall Loudon effektvoll eröffnet. Normalerweise wird das dreiteilige Werk in f-Moll und F-Dur KV 594 nur von einem Organisten gespielt. In Engelberg kam die selten gehörte Fassung zu vier Händen mit dem ausgezeichneten Solistenpaar Elisabeth Zawadke und Alois Koch zum Zuge. […] Verschiedentlich überzeugten die Vokalsolisten Barbara Locher (Sopran), Nathalie Mittelbach (Mezzosopran), Sebastian Lipp (Tenor) und René Koch (Bass). […] Das Publikum verdankte die gelungene Aufführung mit lange anhaltendem Beifall.“
(Hannes E. Müller, Neue Luzerner Zeitung, 24. August 2010)
Alpini Vernähmlassig am Volksmusikfestival Altdorf, August 2010
„Draussen vor dem Zelt hört man Kinder herumspringen. Aus dem nahen Restaurantgarten dringen Stimmen und klingeln Biergläser. In der Ferne knattert ein Töffli vorbei. Volksmusik lebt. In der Alpinen Vernähmlassig lebt sie weiter. Die Formation besteht aus Studierenden der Hochschule Luzern – Musik, die den Schwerpunkt Volksmusik belegen. […] Die Band spielt sich schnell in die Herzen des Publikums Das Repertoire reicht von traditionellen Schottisch, Mazurkas und Polkas, die zeitgemäss arrangiert wurden, bis zu neuen Stücken von den Volksmusikerneuerern Markus Flückiger und Dani Häusler. […] Mehr von dieser zeitgemässen Volksmusik gab es um Mitternacht zu hören, als Dani Häusler, Leiter des Lehrgangs Volksmusik an der Hochschule Luzern – Musik, in einer Carte blanche mit der Hanneli-Musig, der SF Husmusig und Fürschi drei ausgefuchste Formationen vorstellen konnten. Da wurde locker und virtuos gespielt, hatte auch mal Anklänge an ausserhelvetische Volksmusik und war melodisch dennoch ganz und gar heimelig.“
(Pirmin Bossart, Zentralschweiz am Sonntag, 15.08.2010)
Dieter Ammann als „Composer in Residence“ beim Lucerne Festival, August 2010
„Als improvisierender Musiker ist er es gewohnt, in den Moment einzutauchen. Als stark reflektierender Komponist hält er verdichtete Momente für die Nachwelt fest. Dieter Ammanns Persönlichkeit ist vielseitig, was sie jedoch im Ganzen prägt: die Verpflichtung und die Courage zu kompromisslosen eigenen Aussagen. […] Ammanns untrügliches Gefühl für die Gestaltung der Zeit kommt beim Komponieren zu besonderer Geltung, denn er ersinnt keine abstrakte formale Matrix als Basis, er verwendet auch keine prädeterminierenden Strukturen. Er konzipiert die Materialbehandlung nicht spekulativ, sondern beginnt mit einem Klang, mit einer Zelle oder einer Idee, von der er sich Schritt für Schritt durch eine Werk arbeitet: ‚Ich taste mich mehr oder weniger intuitiv voran.’“
(Michelle Ziegler, NZZ-Beilage zum Lucerne Festival, 13.08.2010)
Solistenkonzert im KKL Luzern, Juni 2010
„Klassikstudenten zeigten im KKL, dass sie das Zeug zur Solistenkarriere haben.“
(David Koch, Neue Luzerner Zeitung, 17.06.2010)
Master-Abschlusskonzerte 2010
„Rot leuchtet ihr Rock, dunkel und sanft klingt ihre Stimme. Die Sängerin sitzt da mit ihrer Gitarre. Rundherum die bunt zusammengewürfelte Band. Die Musik ist luftig, sehr melodiös und abwechslungsreich arrangiert. […] Lea Lu hat Prüfung. Die Singer/Songwriterin nimmt ihre letzte Hürde zur professionellen Jazzmusikerin.“
(Pirmin Bossart, Neue Luzerner Zeitung, 27.05.2010)
Junge Philharmonie Zentralschweiz, Guido Schiefen und Israel Yinon mit Medeks Cellokonzert Nr. 1 und Brahms 1. Sinfonie im KKL Luzern, April 2010
„Das Werk ist mehrheitlich auf Virtuosität angelegt. Vor allem der erste Satz verlangt einiges an fingerfertigen Sprüngen. Guido Schiefen charakterisierte mit einem aggressiven, schlanken Ton und war jederzeit Herr der Schwierigkeiten. Dass er auch das schwelgende Repertoire beherrscht, bewies er im dritten Satz. Herrlich, wie er den horizontalen Sog der Sololinie durchzog. […] Gastdirigent Israel Yinon stieg mit hohen Tempi in die verschiedenen Sätze. Mit grosser gestalterischer Kraft produzierte das Orchester einen packenden und dramatischen Kopfabschnitt. […] Erwähnt werden muss jedoch die Konzertmeisterin Erika Achermann, die den zweiten Satz mit einem überzeugenden Solo bereicherte.“
(Roman Kühne, Neue Luzerner Zeitung, 23.04.2010)
Stockhausen-Retrospektive im Südpol, April 2010
„Das legt den Schluss nahe, dass Veranstaltungen der Musikhochschule unter dem Verdacht von Vortragsübungen stehen. […]Aber die meisten Auftritte widerlegten dieses Klischee schlagend. Hochkarätig etwa konnte man Stockhausens Entwicklung von einem streng rationalen hin zu einem esoterisch gefärbten Komponieren in der Klaviermusik verfolgen. […] Eine Stockhausen-Retrospektive auf hohem Niveau also: Das ist auch nötig. Denn beim Einbezug der Musikhochschule in die Salle Modulable könnte das Studio für zeitgenössische Musik eine wichtige Rolle spielen.“
(Urs Mattenberger, Neue Luzerner Zeitung, 12.04.2010)
Faust-Satelliten im Südpol, in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater, Januar 2010
„Zu erleben war dort eine echte Rarität, Begleitstücke jenes schon legendären, weil selten aufgeführten Musiktheaters ‚Votre Faust’ [...] Faust mit Einstein-Frisur am Klavier spielte sich durch die Musikepochen; Gretchen wurde zu einer Doppelfigur, und auch der Teufel griff in die Tasten. Wie die Musik kippte auch das Theaterspiel ständig von einem Stil in den nächsten. Die von Pousseur angestrebte Offenheit wurde so auf allen Ebenen spürbar.“
(Thomas Meyer, Tages Anzeiger, 26.01.2010)
„Übermütig und lustvoll knüpfen Christine Cyris und die Studierenden das Bedeutungsnetz um den Faust-Stoff weiter und erobern sich damit den ganzen, in Weiss gehaltenen Theaterraum. Faust ist Klavier spielender Einstein, zwei singende Gretchen haben blonde Zöpfe, Mephisto natürlich einen Bocksfuss (Bühne und Kostüme: Judith Philipp). Da wird verführt mit Äpfeln und Birnen und optisch zitiert, dass es eine Freude ist. […] Das Publikum irrt durch ‚Wälder von Symbolen’ (Baudelaire), von Anspielungen an tausenderlei faustische Ereignisse umher und vergnügt sich dabei prächtig.“
(Alfred Zimmerlin, Neue Zürcher Zeitung, 26.01.2010)


