Heinrich Mätzener
Klarinettenklang - Versuch einer physiologischen Analyse
Das Projekt verfolgt künstlerische, pädagogische wie auch musikmedizinisch präventive Ziele. Aus den Erkenntnissen der Versuchanordnungen sollen Musizierbewegungen beschrieben werden, welche auf einer körpergerecht generierten Energie basieren und zugleich ästhetischen, musikalisch interpretatorischen, sowie objektiv messbaren Anforderungen an die Klangqualität gerecht werden. Der präventive Aspekt der Arbeit will die klanglichen Auswirkungen überflüssiger oder fehlender Muskelaktivierungen, sowie deren Kompensationen durch übermässige Belastung anderer Muskelpartien aufzeigen. Die Datenanalyse korreliert die Messungen von elektrischer Nervenaktivität in Muskeln einerseits mit den objektiven, rechnergestützten Analysen des erzeugten Klangs (Prisma-Analyse), andererseits mit dem subjektiven ästhetischen Urteil von Hörerinnen und Hörern. Die Auswertungen der Versuchsanordnungen fliessen in die Entwicklung eines Übungsrepertoires ein, welches im Anfängerunterricht während der Dauer eines Jahres getestet wird.

