Dieter Ringli
Das Stegreifspiel als spontanes, nicht abgesprochenes gemeinsames Musizieren war ursprünglich eine eminent wichtige Praxis in der Ländlermusik. In den letzten Jahrzehnten mehr und mehr verschwunden, stösst diese Form des Musikmachens heute wieder auf breites Interesse. Bis heute existieren aber keine wissenschaftlichen Publikationen zu dieser besonderen Spielpraxis, bei der nicht Melodien improvisiert, sondern ad hoc Begleitung und Nebenstimmen entworfen werden.
Stegreifspiel in der Ländlermusik als Form musikalischer Kommunikation
Das Stegreifspiel als spontanes, nicht abgesprochenes gemeinsames Musizieren war ursprünglich eine eminent wichtige Praxis in der Ländlermusik. In den letzten Jahrzehnten mehr und mehr verschwunden, stösst diese Form des Musikmachens heute wieder auf breites Interesse. Bis heute existieren aber keine wissenschaftlichen Publikationen zu dieser besonderen Spielpraxis, bei der nicht Melodien improvisiert, sondern ad hoc Begleitung und Nebenstimmen entworfen werden.
Im Projekt geht es darum, das Phänomen des Stegreifspiels möglichst umfassend verständlich zu machen, sowohl auf der Ebene der musikalischen Praxis, als auch im Bezug auf den Kontext. Anhand von Musiker-Interviews sowie Praxis-Beobachtungen und Analysen sollen verschiedene Fragen untersucht werden: Welche Bedeutung kommt der Stegreifpraxis für die Schweizer Volksmusik zu? Wie interagieren die Beteiligten? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit Stegreifpraxis funktioniert? Wie wird eine Begleitung ad hoc erfunden? Die Projektresultate münden in eine wissenschaftliche Publikation und eine Praxisanleitung für Musiker und Musikerinnen

