
Michael Abene, Komponist
Michael Abene wuchs in New York in einem musikalischen Umfeld auf: sein Vater hatte eine eigene Band, sein Onkel war Stride-Pianist.
Nach dem Festival-Debüt 1958 beim Newport Jazz Festival und dem anschliessenden Kompositionsstudium an der Manhattan School of Music, setzte der 19-jährige Michael Abene eigenständige Akzente mit Arrangements für die Band von Maynard Ferguson.
Zwischen 1961 und 1965 schuf der junge Co-Leader frühe Meisterwerke mit den Neu-Arrangements der Titel «Airegin», «Fox Hunt», «Chicago» oder «Whisper Not» und «Cherokee». Darüber hinaus suchte der Pianist in den Konzerten und Sessions der New Yorker Jazzclubs «Half Note» (1965), «Bradley's» (1972-75) und «Freddy's» (1984) immer wieder den direkten Kontakt zum Jazzpublikum.
Kompositions- und Arrangements-Aufträge des Show-Stars Liza Minnelli machten Michael Abene in der Elite des amerikanischen Show-Business bekannt. Seine Orchester-Arrangements erklangen auf Welttourneen von Liza Minelli, in ihren gemeinsamen Konzerten mit Frank Sinatra und Sammy Davis jr. oder auch auf Tourneen von Charles Aznavour.
Viele namhafte Jazzmusiker beauftragten Michael Abene mit neuen Arrangements. Vom Mel Lewis Jazz Orchestra, dem United Nations Orchestra mit Dizzy Gillespie, der GRP-All-Star-Big-Band bis zu der Carnegie Hall Jazz Band in New York, der BBC Big Band in London und dem UMO Jazz Orchestra in Helsinki reicht die Bandbreite seiner jazzorchestralen Arbeit.
Für sein Schaffen wurde Michael Abene in den USA mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für die jeweils mit dem Grammy ausgezeichneten Platten «Digital Duke» (1987) und «All Blues» mit der GRP-All-Star-Big-Band.
Seit 2004 ist Michael Abene Chefdirigent, erster Komponist und Arrangeur der WDR Big Band Köln.

