Klinisches Risikomanagement in Schweizer Spitälern
Mehrere weitere internationale Publikationen erschienen
Inzwischen sind aus unserem Projekt „Klinisches Risikomanagement (kRM) in Schweizer Spitälern“, das die Hochschule Luzern – Wirtschaft zusammen mit der ETH Zürich durchgeführt hat, weitere Publikationen erschienen. Gerne informieren wir Sie im Folgenden darüber mit direkten Links zu den Publikationen. Die vielfältigen Publikationen zeigen, dass das Forschungsprojekt ein voller Erfolg war und nachhaltig zur Entwicklung eines vertiefteren Verständnis für kRM beigetragen haben. Dafür möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen Beteiligten für Ihre Unterstützung bedanken!
Falls Sie sich in einem Spital oder einer Gesundheitsorganisation mit kRM beschäftigen, möchten wir Sie zudem gerne einladen, an einer kurzen Befragung zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren des kRM teilzunehmen.
1) Kurze Befragung zu Erfolgsfaktoren des kRM
Im Anschluss an unsere aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse zum kRM (ausführlichere Beschreibung in der Umfrage bzw. unten) möchten wir Sie bitten, bis am 16. Mai an einer kurzen Umfrage (10 Minuten) zu den Erfolgsfaktoren des kRM im Spital teilzunehmen. Sie tragen damit zum vertiefteren Verständnis der bisherigen Resultate, weiteren Publikationen und zur Master-Arbeit von Frau Ana Rosca (Psychologie-Studentin an der Universität Zürich) bei. Die Umfrage finden Sie hier: Seite 1 zeigt den Kontext, die Fragen finden sich auf S. 2-3, Antworten sind auf Deutsch oder Englisch möglich. Wir danken Ihnen ganz herzlich, wenn Sie sich an der Umfrage beteiligen und damit die weitere Forschung im Bereich kRM unterstützen!
2) Zentrale Erfolgsfaktoren für kRM
Als zentrale Erfolgsfaktoren für ein weiter entwickeltes kRM wurden identifiziert: Die Verantwortlichkeit für die zentrale Koordination von kRM ist bestimmt, eine kRM-Strategie liegt vor und der Austausch zum kRM mit einzelnen Kliniken ist institutionalisiert. Diese Faktoren konnten unabhängig von strukturellen Gegebenheiten wie Spitaltyp, -grösse oder Trägerschaft identifiziert werden.Mehr dazu finden Sie hier: Briner, M., Manser, T. & Kessler, O. (2013). Clinical risk management in hospitals: Strategy, central coordination and dialogue as key enablers. Journal of Evaluation in Clinical Practice, 19 (2), 363-369. doi:10.1111/j.1365-2753.2012.01836.x
(Diese Publikation hat den jährlich vergebenen Publikationspreis für internationale wissenschaftliche Publikationen der Hochschule Luzern – Wirtschaft erhalten.)
3) Risiken und Massnahmen in der Psychiatrie
Weiter wurden Besonderheiten des kRM in der Psychiatrie vertieft beleuchtet. Ausgehend von empirischen Daten wurde ein systematischer Überblick über die wichtigsten Risiken in der Psychiatrie und deren organisationale Handhabung erstellt.Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Patientensicherheit auch für speziell verletzliche Menschen, wie Psychiatriepatienten es sind, zu fördern. Bislang hatte sich in der Literatur ein Verständnis für ein systematisches kRM in der Psychiatrie noch kaum durchgesetzt.
Mehr Informationen und Volltext: Briner, M. & Manser, T. (2013). Clinical risk management in mental health: a qualitative study of main risks and related organizational management practices. BMC Health Services Research, 13:44. doi:10.1186/1472-6963-13-44.
4) Organisationspsychologische Befunde zum kRM
Diese Publikation gibt einen Überblick und zeigt die wichtigsten Projektresultate zum kRM aus organisationspsychologischer Perspektive auf. Die Publikation basiert auf der Dissertation von Matthias Briner, welche vom Institut für Arbeitswissenschaften in Kooperation mit der Gesellschaft für Arbeitswissenschaften mit einer lobenden Anerkennung als hervorragende Arbeit gewürdigt wurde.Mehr dazu finden Sie hier: Briner, M. (2012). Organisationspsychologische Befunde zum klinischen Risikomanagement: Einführung und Überblick aus mehrjähriger Forschung. Wirtschaftspsychologie, 14 (2), 81-87.
5) Resultate der kRM-Studie in Deutschland
In Deutschland führte das Institut für Patientensicherheit Bonn im Jahr 2010 die erste bundesweite Krankenhausbefragung zum kRM durch. Der dabei eingesetzte Fragebogen basierte auf unserem Fragebogen und wurde in Zusammenarbeit mit uns gestaltet. Die Resultate sind inzwischen im Volltext erschienen und hier zugänglich: Lauterberg, J., Blum, K., Briner, M. & Lessing, C. (2012). Befragung zum Einführungsstand von klinischem Risiko-Management (kRM) in deutschen Krankenhäusern. Abschlussbericht (109 S.). Bonn: Institut für Patientensicherheit der Universität Bonn.
6) Publikation des Monitoring-Instruments zum kRM
Die internationale Publikation zum von uns entwickelten Monitoring-Instrument zum kRM erschien bereits 2010 in BMC – Health Services Research.
Sie können die Publikation im Volltext hier einsehen bzw. als pdf herunterladen: Briner, M., Kessler, O., Pfeiffer, Y., Wehner, T. & Manser, T. (2010). Assessing hospitals' clinical risk management: Development of a monitoring instrument. BMC Health Services Research, 10:337.
Kontakt / Contact / Contatto:
•Telefon: 041 228 99 39 (Matthias Briner)
Weitere Informationen zum Projekt
Das Projektteam:
![]() Oliver Kessler | ![]() Prof. Dr. Tanja Manser | ![]() Dr. Matthias Briner | ![]() Dr. Yvonne Pfeiffer | ![]() Prof. Dr. Theo Wehner |
Kontakt:
- Oliver Kessler, Co-Projektleitung, IBR / Hochschule Luzern - Wirtschaft, 041 228 99 67, E-Mail
- Tanja Manser, Co-Projektleitung, University of Fribourg, 026 300 74 83, E-Mail
- Matthias Briner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule Luzern - Wirtschaft, 041 228 99 39, E-Mail
- Yvonne Pfeiffer, wissenschaftliche Mitarbeiterin, ETH Zürich (ZOA), 044 632 70 71, E-Mail







