Projekte Hochschule Luzern
Kompetenzaufbau CC Cryptology I
In der heutigen Gesellschaft kommt dem Schutz von digitalen Daten vor Verlust und missbräuchlicher Nutzung eine steigende Bedeutung zu. Dies ist mitunter ein Grund, weshalb Softwarehersteller den Markt mit qualitativ hochwertigen und einfach zu bedienenden Verschlüsselungstechniken beliefern, um auch Laien auf diesem Gebiet effiziente Lösungen zur Verfügung zu stellen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass bei Verlust des Schlüsselmaterials, die in den Daten abgelegten Informationen unwiederbringlich verloren oder allenfalls nur durch aufwändige Datenrettung wiederherstellbar sind. Für Private und Firmen bedeutet ein solcher Verlust oftmals einen namhaften wirtschaftlichen Schaden. Im Bereich der behördlichen Strafuntersuchung hingegen, kann das Zurückhalten von Schlüsselmaterial entscheidende fallrelevante Informationen unzugänglich machen.
Im Rahmen des Projektes CC Cryptology sollten einerseits die organisatorischen Voraussetzungen, welche an ein solches Kompetenzzentrum gestellt werden sowie die mögliche methodische Implementation evaluiert werden. Dies wurde mittels einer Umfrage via Bundeskriminalpolizei (BKP) bei den Kantonalen Polizeibehörden (inklusive Fürstentum Lichtenstein) bewerkstelligt. Andererseits sollte die technische Machbarkeit, d.h. die Verwendung einer optimalen (bezüglich Aufwand/Nutzen) Hard- und Software-Konfiguration, eines solchen Kompetenzzentrums erörtert werden.
Organisatorisch / Methodischer Teil
Das Bedürfnis nach einem Kompetenzzentrum welches die Polizeikorps bei Problemstellungen unterstützen kann, ist aufgrund der Umfrage klar vorhanden.75% der befragten Polizeikorps können sich ein solches Kompetenzzentrum an einer Fachhochschule vorstellen. Bezüglich der Finanzierung wollen die meisten Polizeikorps eine Rechnung aufgrund des effektiven Aufwandes oder eine Fallpauschale. Die wenigsten sind bereit ein Kompetenzzentrum pauschal, verteilt auf die Leistungsbezüger zu finanzieren. Zweidrittel der befragten Polizeikorps möchten einer Erreichbarkeit von 5 Tagen die Woche.
Technischer Teil
Der Einsatz von Grafikkarten bei der Bearbeitung von kryptografischen Problemstellungen, wie dem Entschlüsseln von Dokumenten oder dem Finden von Passwörtern, ist im Allgemeinen äusserst effizient. Im Vergleich zu CPU gestützten Lösungsansätzen, lassen sich mit relativ geringem Aufwand hohe Beschleunigungsraten erzielen.
In unseren Tests zeigte die Asus GTX-590 im Mittel die besten absoluten Ergebnisse. Die Karte stellt aber hohe Anforderungen in Bezug auf Platzbedarf, Leistungsaufnahme und Kosten. Dadurch fällt ihre Effizienz in diesem Bereich nicht optimal aus. In Bezug auf den zu leistenden Aufwand (Platzbedarf, Leistungsaufnahme/Abwärme, Preis) schwingen teilweise günstigere Karten oben aus. Ein sehr gutes Ergebnis liefert die Karte PointOfView GeForce GTX 470.
Projektleiter/in
Oliver Hirschi
Projektmitarbeiter/innen
Christoph Bucher
Marco Carraro
Dominik Schupp
Pavol Svaba
Maurizio Tuccillo
Beteiligte Organisationen
Institut für Wirtschaftsinformatik IWI, www.hslu.ch/iwi
Oliver Hirschi
Projektmitarbeiter/innen
Christoph Bucher
Marco Carraro
Dominik Schupp
Pavol Svaba
Maurizio Tuccillo
Beteiligte Organisationen
Institut für Wirtschaftsinformatik IWI, www.hslu.ch/iwi
Projektstart
01.09.2011
01.09.2011
Projektende
11.06.2012
11.06.2012

