Aktuelles

Paneldiskussion: Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?
Prof. Dr. Peter Schwehr, Leiter des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur (CCTP), war am 3. Juni 2013 als Diskussionsteilnehmer zur Paneldiskussion «Workplace of the Future» zu Gast bei Swiss-American Chamber of Commerce in Zürich.
Sich in überfüllten S-Bahnen oder langen Staus zum Arbeitsplatz zu kämpfen hat in allen entwickelten Volkswirtschaften eine lange Tradition. Technologie macht es uns heute schon möglich, dies zu ändern: Der Arbeitsplatz ist immer weniger ein bestimmter Ort, sondern wir führen Arbeiten überall aus: im Büro, zu Hause, am Strand, im Hotelzimmer und an jedem Ort dazwischen.
Führende Experten aus Unternehmen, die diese neue Zukunft mitgestalten, diskutierten intensiv darüber, wie wir den Arbeitsplatz der Zukunft planen können, um unsere Mitarbeiter produktiver, effektiver und nicht zuletzt glücklicher an ihrem Arbeitsplatz zu machen. Der Blick in die Zukunft beschäftigte sich auch mit der Fragestellung, was all dies für die Stadtplanung, die Umwelt und für soziale Trends bedeuten könnte.
Diskussionsteilnehmer: Dr. Christian Keller (General Manager IBM Schweiz), Christophe Touton (General Manager Xerox Schweiz & Österreich), Patrick Warnking (Country Director Google Schweiz), Prof. Dr. Peter Schwehr (Leiter Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP), Hochschule Luzern – Technik & Architektur); Moderator: Martin Naville (CEO Swiss-American Chamber of Commerce, Zürich).

Swiss-American Chamber of Commerce
Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr
CCTP in London
Im Rahmen des EU Forschungsprojekts E2ReBuild initiierte das CCTP ein Diskussionsforum zum Start des Demonstrationsprojekts in London. Vertreter des EU-Projekts, der lokalen Baubehörde, der Gebäudeeigentümer und der Hausverwaltung, des Architekten und der Baufirma setzten sich mit der Sanierungsstrategie für die Siedlung in Thamesmead, am südöstlichen Stadtrand von London, auseinander. Die Siedlung wurde Mitte der 60er Jahre errichtet und umfasst 3–5 geschossige Gebäudeblöcke für insgesamt 3000 Wohnungen. Es herrschen schlechte, zumeist gesundheitlich kritische Wohnbedingungen, das soziale Umfeld ist von Arbeitslosigkeit, Energiearmut und Kriminalität geprägt. In einem ersten Schritt wird die geplante Sanierungsstrategie anhand eines Blocks mit 18 Wohnungen getestet.
Die geplante Sanierung greift tief in die Siedlungsstruktur ein. Neben der Verbesserung der thermischen Gebäudeeigenschaften und der Energieversorgung wird auch der öffentliche Raum wieder belebt und eine sichere Wohnumgebung aufgebaut. Innovativen Technologien wie vorfabrizierten Fassadenelementen steht der finanzielle Druck gegenüber, zahlbare Wohnungen anzubieten und den Bewohnern das «Dach über dem Kopf» auch nach der Sanierung zu denselben Mietkonditionen wie vor der Sanierung zu sichern.
In der Expertendiskussion hat sich wieder einmal gezeigt, dass zukünftig grosse, länderübergreifende Anstrengungen notwendig sind, um in der Sanierung ökologische, technische, soziale und finanzielle Einzelstrategien zu einer angemessenen, ganzheitlichen Sanierungsstrategie bündeln zu können. Ungenügende gesetzliche Rahmenbedingungen und zu wenig ambitionierte Zielsetzungen enden in unkoordinierten «Hauruck»-Sanierungen. Die Möglichkeit frühzeitig als Sanierungsteam mit beteiligten Baufirmen das geeignete Konzept entwickeln und optimieren zu können, muss zukünftig auf rechtlich gesicherter Basis möglich sein.

E2ReBuild
Kontakt: Sonja Geier
Zwei neue Artikel des CCTP in Detail und Modulør veröffentlicht
Das Architekturmagazin Detail veröffentlichte in seiner Sonderausgabe «Green» 01/2013 einen Artikel des CCTP zum Thema «Verdichtetes Wohnen mit Einfamilienhausqualitäten», der sich mit den Ergebnissen des zukunftsorientierten Forschungsprojekts «EFH/MFH – Transfer der Wohnqualitäten vom Einfamilienhaus auf das Mehrfamilienhaus» beschäftigt. Zudem veröffentlichte das Magazin Detail einen Artikel zu diesem Forschungsprojekt auch in ihrer aktuellen Online-Ausgabe.

Detail-Artikel online
Detail-Artikel (PDF)
Dokumentenreihe EFH/MFH
Projekt EFH/MFH
Kontakt: Amelie-Theres Mayer, Prof. Dr. Peter Schwehr
Das Architekturmagazin Modulør veröffentlichte in der Ausgabe #2 2013 einen Artikel von Sibylla Amstutz zum Thema «Arbeitswelten für mobile Wissensarbeitende», der sich mit den Ergebnissen des interdisziplinären Forschungsprojekts «Office in Motion – Arbeitswelten für die Wissensarbeitenden von morgen» beschäftigt.
Artikel in Modulør (PDF)
Kontakt: Sibylla Amstutz

KTI-Projekt Indoor-Units beendet – Start erstes Bauprojekt
Nach 34 Monaten Laufzeit ist das KTI-Projekt «Indoor-Units» nun abgeschlossen: Um Nachfrage und Angebot bei der Revitalisierung grosser brachliegender Raumstrukturen zusammen zu führen, wurde im Rahmen dieses Projektes ein modulares Raum-in-Raum-Objekt entwickelt, das eine nachhaltige temporäre oder permanente Bewirtschaftung grosser Hallen für die Bedürfnisse der Kreativwirtschaft u. ä., aber auch für Büroarbeitsplätze ermöglicht. Es resultierten Standard-Units mit 25, 50 und 75 m² Nutzfläche mit variabler Fassadengestaltung, welche ohne eine aufwendige Wärmedämmung der Gebäudehülle eingesetzt werden können. Das zugehörige, umfassend konzipierte Betreibermodell ermöglicht Vorbereitung, Planung und Betrieb eines Ensembles von Indoor-Units und bietet eine Vielzahl von Entscheidungshilfen, sowohl betreffend der aufnehmenden Halle, als auch für die Units. Besonders erfreulich: Aufbauend auf dem Grundkonzept der Indoor-Units wird im Laufe des Jahres 2013 ein erstes Grossprojekt, eine innovative Bürolandschaft für über 80 Arbeitsplätze im Kanton Wallis, realisiert.

Projektzusammenfassung Indoor-Units
Projekt-Website Indoor-Units
Kontakt: Matthias Bürgin
CCTP-Artikel in China veröffentlicht
Das Architectural Journal in Beijing veröffentlicht einen Artikel zum Thema «Collective benefit as generator of individual benefit», der sich mit der «Resonance based Design Method» und ihrer Anwendung auf den Transfer der Wohnqualitäten vom Einfamilienhaus auf das Mehrfamilienhaus beschäftigt. Basis hierfür war ein Vortrag von Natalie Plagaro Cowee und Amelie Mayer an der 18. internationalen Open Building Konferenz in Peking im November letzten Jahres.
Artikel in Architectural Journal (PDF)
Kontakt: Natalie Plagaro Cowee, Amelie-Theres Mayer

Leserbrief zum Artikel «Minergie: Boom bringt neue Probleme»
erschienen in der Neuen Luzerner Zeitung, 5. März 2013, Seite 11
Die Diskussionen um Minergie widerspiegelt die Problematik von Lösungen, die primär aus technischer Sicht entwickelt worden sind. Ziel ist es, energieeffiziente Gebäude zu erstellen, die möglichst wenig Energie verbrauchen. Dieser Ansatz ist richtig und notwendig.
Nach dem Prinzip von Thermoskannen werden nun aber luftdichte Gebäude erstellt, um diese dann mit technischem Aufwand wieder zu be- und entlüften. Dabei wird auf die Bedürfnisse und das Verhalten der Nutzenden wenig Rücksicht genommen. Auch spielen die Realitäten der Erstellung und des Gebäudeunterhalts eine untergeordnete Rolle.
Diese Tendenz betrifft das heutige Bauen leider allgemein. Unsere Gebäude werden zunehmend technisierter und komplizierter. Sie bedingen ein ganz bestimmtes Verhalten der Nutzenden, sowie eine exakte Baurealisation, die leider oft in der Praxis nur bedingt umsetzbar ist. Auch der Unterhalt dieser Bauten gestaltet sich als Herausforderung. Wenn nach Fertigstellung eines gewöhnlichen Verwaltungsgebäudes noch bis zu zwei Jahre für technische Optimierungen aufgewendet werden müssen, dann spricht dies Bände. Es wird Zeit, nachhaltige Gebäude aus der Sicht der Nutzenden und unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen und Potenziale des Ortes zu entwickeln. Anpassbare Strukturen in Verbindung mit einer fehlertoleranten und angemessenen Technik sind ein Massstab für ressourcenschonende Architektur. Schliesslich sollte sich das Gebäude dem Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Gelingt dies nicht, dann droht uns der Eignungstest für Mieter oder Eigentümer – aber den gibt es ja dann bestimmt zertifiziert.
Prof. Dr. Peter Schwehr, Leiter Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP)
Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Leserbrief (PDF)
Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr
CCTP beim Architekturforum Ostschweiz
Dem Thema Innenentwicklung und Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebietes widmet das Architekturforum Ostschweiz in diesem Frühjahr drei Veranstaltungen, die vom Stadtplanungsamt St. Gallen initiiert wurden. Am 25. März 2013 stellte Ulrike Sturm dort das vom BAFU geförderte CCTP-Projekt «Smart Density – verdichtetes Bauen mit Holz» vor. Als weitere Referenten sprachen Beat Suter (Metron AG) über die Dichtebox und Michael Koch (HCU Hamburg und yellow z) über Metrozonen als urbane Möglichkeitsräume. Die anschliessende Podiumsdiskussion wurde vom Kantonsplaner St. Gallen, Ueli Strauss, moderiert. Die nächste Veranstaltung des Architekturforums findet am 29. April 2013 statt und widmet sich den Grenzen der Innenentwicklung.
Architekturforum Ostschweiz
Kontakt: E-Mail
Entwicklung Areal «Industriestrasse»
Das CCTP wurde von der Stadt Luzern mit der Begleitung des partizipativen Prozesses bei der Entwicklung des Areals «Industriestrasse» beauftragt. Hierbei arbeitet das CCTP mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit zusammen. Das Industriestrassenareal gehört zu den Schlüsselarealen Luzerns, welches sich dadurch auszeichnet, dass die Stadt hier mit einem eigenen Grundstück die künftige Quartierentwicklung massgeblich beeinflussen kann. Um die Suche nach einer geeigneten Trägerschaft für ein auf dem Areal entstehendes Bauprojekt fortsetzen zu können, möchten die Baudirektion der Stadt Luzern und die Abteilung Immobilien die Anforderungen an die künftige Trägerschaft in einem partizipativen Prozess ermitteln und in die weitere Entwicklung einfliessen lassen. Die Ergebnisse des partizipativen Prozesses werden im Sommer 2013 vorliegen.
Kontakt: E-Mail
NEPTUNE – Internationaler Workshop in Maribor/Slowenien
NEPTUNE steht für «Network for Environmental Projects in Technology, UNited in Europe».
In diesem Jahr fand im März der einwöchige, internationale Workshop des «Champion Circles» in Maribor/Slowenien statt. Gastgeberin war diesmal die University of Maribor. Dreissig Studierende aus Finnland, Slowenien, Holland, Russland und der Schweiz (HSLU T&A) entwickelten in interdisziplinären Teams des Fachbereichs Baus Lösungsvorschläge für die Aufwertung von öffentlichen Plätzen mit Hilfe von «Urban Furnitures» aus Pappe. Eingebettet war die Arbeit in den Kontext von «Maribor 2013 – European Youth Capitol». Das CCTP war mit Supervisor Prof. Dr. Peter Schwehr vor Ort.


Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr
Living Shell – qualitätsvolle Verdichtung durch Ausbau und Sanierung von Dächern und Fassaden
Der Pressetext zum soeben gestarteten KTI-Projekt Living Shell kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
Pressetext (PDF)
Projekt Living Shell
Kontakt: E-Mail
CCTP in Oulu (Finnland)
Im Rahmen des EU Forschungsprojekts E2ReBuild präsentierte das CCTP am General meeting in Oulu (Finnland) den Stand der laufenden Arbeiten im Arbeitspaket «Innovation in Planning and Design».
Thomas Heim stellte den Arbeitsstand aus dem Bereich der Gebäudetypologie vor. Basierend auf der Analyse der E2Rebuild Demonstrationsprojekte wird eine Typologie entwickelt, die den Mehrwert und das Multiplikationspotenzial industrialisierter Sanierungsmethoden, wie zum Beispiel der Vorfabrikation, identifizieren.
Industrialisierte Sanierungsmethoden verlangen Wissen und Entscheidungen in sehr frühen Phasen des Projektverlaufs, einen aufwändigen Planungsprozess und einen reibungslosen Projektverlauf, der dem Komplexitätsgrad der neuen Fertigungsoptionen gerecht wird. Heutige Bau- und Planungsprozesse weisen teilweise massive Informationsverluste an den Schnittstellen der einzelner Planungs- und Bauphasen auf und verursachen Fehlinterpretationen und Fehlplanungen. Wie unterstützen das Projektteam und die involvierten Akteure die Entwicklung und den Einsatz innovativer, industrieller Sanierungsmethoden? Worauf ist bei der Zusammenarbeit in Projektteams in Zukunft zu achten? Der Bericht zu den «Collaboration Models», der von Sonja Geier präsentiert wurde, erlaubt Einblicke in Erfahrungen aus Umsetzungen und zeigt den Weg in die Zukunft von kooperativen Planungs- und Bauteams.
Der Bericht zu den «Collaboration Models» ist über unten stehenden Link öffentlich zugänglich.

Bericht «Collaboration Models»
Projektseite E2ReBuild
Projekt E2ReBuild
Kontakt: Sonja Geier und Thomas Heim

Cleantec City 2013 und CCTP Works (Projektupdate 01.2013)
Nach Abschluss der Cleantec City vom 19. bis 21. März 2013 in Bern können wir eine sehr positive Bilanz ziehen. Wir bedanken uns bei allen Besuchern für das überwältigende Interesse, die vielen spannenden Gespräche, die interessanten Begegnungen, den Austausch und die Inspiration und freuen uns auf die Fortsetzung.
Pünktlich zu diesem Anlass ist die erste Ausgabe unseres in Zukunft regelmässig erscheinenden Projektupdates «CCTP Works» als Zeitung erschienen, die einen Überblick über unsere aktuellen Projekte gibt.

CCTP Works (PDF)
Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr
Das CCTP stellt auch in diesem Jahr an der Cleantec City 2013 aus
Die Forschung an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur konzentriert sich auf Energiewende und Gebäude als System. Was das bedeutet, zeigen die Forschungsprojekte, die das Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) an der Cleantec City im «Quartier der Zukunft» vom 19. bis 21. März 2013 in Bern präsentieren wird.
So das Projekt NEST, das die Empa und Eawag in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) sowie anderen Forschungseinheiten, unter Beteiligung führender Partner aus der Bauwirtschaft, realisiert. Die Vision von NEST ist es, innovative Bautechnologien verstärkt zu fördern, um den Durchbruch nachhaltiger und ressourcenschonender Bauten zu ermöglichen. NEST hat zum Ziel, Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Ideen unter optimalen Bedingungen zu unterstützen und gleichzeitig neues Wissen aus Forschung und Entwicklung einzubringen.
In weiteren Projekten untersucht das CCTP, wie sich die Qualitäten von Einfamilienhäusern auf Mehrfamilienhäuser übertragen lassen, wie Quartiere unter Beibehaltung der Wohnqualität verdichtet werden können, wie unter dem Aspekt der Transformation Gebäude immer wieder neu die Bedürfnisse ihrer Bewohner erfüllen können oder erforscht Kooperation und Suffizienz als Gewinnstrategie in der Architektur.
Wir freuen uns, Sie an die Cleantec City 2013 in Bern einzuladen. Geben Sie den Code f211tu3ffap unter www.cleanteccity.ch/gk ein und drucken Sie bequem Ihr kostenloses Print@home-Ticket aus. Vor Ort gelangen Sie mit dem Ticket direkt in die Messe. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf spannende Gespräche.
Cleantec City 2013, BERNEXPO vom 19. bis 21. März 2013
«Quartier der Zukunft», Halle 3.0, Stand F3-090
Cleantec City
Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr
CCTP-Projektzyklus Suffizienz in der Architektur gestartet
Mit dem Projekt «Cooperative Architecture» startet das CCTP einen Projektzyklus der sich mit dem Themengebiet der Suffizienz beschäftigt. Häufig wird Suffizienz mit Verzicht und Verlust an Wohlstand oder Individualität in Verbindung gebracht. Eine Mässigung die nicht einen unmittelbaren Mehrwert für den Einzelnen beinhaltet, wird es aber schwer haben in der nötigen Breite umgesetzt zu werden. Am Beispiel von kooperativ geplanten und funktionierenden Quartieren wollen wir Suffizienz daher unter dem Gesichtspunkt des generierten Mehrwerts untersuchen. Lebendige Quartiere adressieren soziale Interaktionen und Kooperationen. Unter Aspekten der Suffizienz betrachtet, können diese Gemeinschaften zur Verringerung des individuellen Konsums führen, zugunsten eines Lebensraumes mit einer hohen Dichte und Qualität an kooperativen Interaktionen. So kann z. B. der Bedarf an Wohnfläche pro Person durch gemeinsam nutzbare Räume (z. B. Gästezimmer) reduziert werden.
Ganz im Sinne von «What’s mine is Yours» (Botsmann/Rogers) erforschen wir in unserem Projektzyklus Suffizienz «how cooperative systems are changing architecture and the way we live.»
Kontakt: Prof. Prof. Dr. Peter Schwehr
CABEE meets AlpBC
«Gemeinsam für einen lebenswerten Alpenraum» – unter diesem Motto des transnationalen Programms für Zusammenarbeit Alpine Space beteiligte sich das CCTP am Treffen der beiden Projekte CABEE und AlpBC auf 1350 m Seehöhe in Selva di Cadore (Veneto). Während zwei Tagen tauschten über 50 Expert/-innen aus sieben Ländern ihre Erfahrungen in Bezug auf nachhaltiges und energetisch optimiertes Bauen aus. Das Treffen hat gezeigt, dass ökologische Innovation und baukulturelles Erbe sich nicht ausschliessen – aber der Brückenschlag zwischen beiden notwendig ist!
Als Projektpartner in CABEE engagiert sich das CCTP in der Diskussion unterschiedlicher Gebäudebewertungsansätze, dem bedürfnisgerechten Einbezug der Nutzenden und in der Arbeitsgruppe «Synergy Grids». Dabei wird die Perspektive vom Einzelgebäude auf den Gebäudeverband erweitert: Das technologische Aufrüsten des Einzelgebäudes steht optimierten Gebäudeverbänden gegenüber, die wechselseitige Synergien zu nutzen vermögen. Mit der Erweiterung des Systems auf Gebäudeverbände wird Kooperation möglich, das Optimierungspotential steigt signifikant. Gleichzeitig steigen aber auch die Ansprüche an langfristige Szenarien, die erst entworfen, mit Entscheidungsträger/-innen diskutiert und evaluiert werden müssen. Hier entwickelt das Projekt CABEE Diskussionsgrundlagen für die Akteure in Politik, Planung und Umsetzung und unterstützt den Brückenschlag zwischen regionalem Hintergrund und innovativen, zukunftsweisenden Lösungsszenarien.
Selva di Cadore, 31. Januar bis 1. Februar 2013


CABEE
Kontakt: Sonja Geier
Das CCTP startet das KTI-Projekt «Living Shell» zur erweiterten Nutzung der Gebäudehülle
Bei einer Ende Februar 2013 durchgeführten Kickoff-Sitzung wurde das Startsignal für das Forschungsprojekt «Living Shell – qualitätsvolle Verdichtung durch Ausbau und Sanierung von Dächern und Fassaden» gegeben. Das Projekt leistet einen Beitrag zur anstehenden umfassenden Sanierung des Gebäudeparks in der Schweiz. Ziel ist die Gewinnung zusätzlicher Nutzflächen, die als erweiterter Wohn- oder Büroraum, als qualitätsvoller Aussenraum oder zur Gewinnung erneuerbarer Energie genutzt werden können. Hierfür wird in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie und Städten ein Kompaktmodul aus aufeinander abgestimmten Fassaden-, Dach- und Deckenelementen entwickelt. Unterschiedliche Standortfaktoren und Akteurskonstellationen werden an ausgewählten Standorten ermittelt und fliessen in die Konzeption ein. Im Projekt entwickelte Kommunikationsgrundlagen unterstützen Gemeinden und Liegenschaftseigentümer bei der Planung und Ausführung von Sanierungen und Verdichtungen mit dem entwickelten Kompaktmodul. Das CCTP arbeitet in diesem Projekt mit der HSLU – SA sowie dem Laboratory of Architecture and Sustainable Technologies der EPF Lausanne zusammen.
Living Shell
Kontakt: E-Mail

CCTP goes NEST
Bei NEST geht es um die konkrete Realisierung mobiler Forschungsunits zu unterschiedlichen Themen (Arbeiten, Wohnen, Gebäudeautomation, etc.), die in einen übergeordnet erstellten Backbone eingebaut werden. Unser Institut hat den Auftrag erhalten, die Unit «Future Office» zu konzipieren, zu planen und zu bauen. In dieser Unit werden wir, in bester Umgebung und an attraktiver Adresse, weitere Forschungsprojekte im Bereich «Future Office» bearbeiten können. Jedes Forschungsteam kann sich seine eigene Unit bauen, d. h. wir sind völlig frei bei der Materialisierung, der Gestaltung, der technischen Ausstattung und der Firmenauswahl.
Die kontinuierliche Präsenz des CCTP im NEST, das physische Objekt, die direkte Interaktion mit anderen Units, Forschenden und innovativen Unternehmen in Kombination mit einer hervorragenden Adresse macht NEST sehr attraktiv und stellt eine grossartige Plattform dar.
Das Projekt wird von der ETH, der Stadt Zürich und dem Bund getragen und stösst bereits jetzt auf grosse Resonanz. Für die Planung und Realisierung werden wir uns mit Forschungs- und Wirtschaftspartnerinnen verstärken. Die Unit muss im April 2015 stehen. Parallel werden Forschungsprojekte entwickelt, die dann innerhalb der Unit bearbeitet werden. Wir haben keine Chance – nutzen wir sie!
Haben Sie Interesse mitzumachen? Wir können Synergien aus Ihrem Unternehmen und aus unserer Forschungsarbeit nutzen, um die Bühne NEST mit Innovation zu bespielen und einem breiten Publikum zu präsentieren.

Empa
Kontakt: Sibylla Amstutz
Review zur Anwendung ionisierter Luft im Innenraum
In Zusammenarbeit mit der Abteilung Gebäudetechnik der Hochschule Luzern – Technik und Architektur, hat das CCTP im Januar 2013 eine «Review zur Anwendung ionisierter Luft im Innenraum» herausgegeben.
Die Literaturreview behandelt die Frage, ob und wie sehr sich ionisierte Raumluft auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Menschen in Innenräumen – wie beispielweise Büroräumen - auswirkt. Nach derzeitigem Wissensstand wird aufgezeigt, welche Zusammenhänge zwischen einem künstlich wieder hergestellten Ionengehalt der Raumluft, wie er auch in der Natur vorkommt, und den Wirkungen beim Menschen nachgewiesen werden können. Hierzu wurde eine umfassende Recherche der nationalen und internationalen Literatur durchgeführt, sowie verschiedene Herstellerinformationen hinzugezogen.

Review zur Anwendung ionisierter Luft im Innenraum
Kontakt: Jan.Eckert@hslu.ch
Schulsanierung nach Mass
Die Herausforderungen für Schulgebäudeeigentümer/-innen oder Verwaltungen haben sich in den letzten Jahren drastisch verschärft: Neue Unterrichts- und Lernformen brauchen flexiblere Raumstrukturen – Innenräume müssen sich verändern können. Gleichzeitig ist der Druck, unsere Gebäude energetisch und raumklimatisch fit für die Zukunft zu machen, gross wie nie zuvor. Die Sanierung einzelner Gebäude erfolgt oft anlassbezogen unter grossem Druck. Doch innerhalb eines grösseren (öffentlichen) Gebäudeportfolios müssen Investitionen wohlüberlegt und mit Blick auf das übergeordnete Gebäudemanagement erfolgen. Nur dann können Synergien genutzt und Investitionen langfristig nachhaltig getätigt werden. Das Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) der Hochschule Luzern – Technik & Architektur beteiligt sich als Partner am europäischen Forschungsprojekt SchoolVentCool (2010–2013). Im Projekt werden Sanierungsstrategien für Schulgebäude gemeinsam mit Gebäudeeigentümern/-innen methodisch entwickelt. «Success stories», erfolgreich umgesetzte Sanierungen, zeigen, dass diese Methoden auch in der Praxis wirtschaftlich realisierbar sind.
Das SchoolVentCool Projektteam präsentierte Ende 2012 auf dem «Passivehouse Symposium 2012» erste Ergebnisse in einer Reihe von Vorträgen. Einer der Vorträge, «School Renovation to Passive House Standard – a Methodical Approach and a Realized Success Story», wurde in der Ausgabe Okt./Nov./Dez. 2012 (Nr. 13) des Magazins Be.passive veröffentlicht. Der Artikel informiert unter dem Titel «What’s up? Rénovation d’écoles au standard passif» über den methodischen Ansatz in SchoolVentCool und illustriert eines der Erfolgsbeispiele.

SchoolVentCool Projekt
SchoolVentCool Vorträge
Be.passive magazine 2012, 13 (S. 79–81)
Kontakt: Sonja Geier und Thomas Heim
CCTP in Peking
Die 18th Conference on Open Building ist vorbei und der hierfür erarbeitete Beitrag des CCTP zum Thema «Resonance based design method and its application in transferring single-family home qualities to multi-family housing» wurde erfolgreich präsentiert. Natalie Plagaro Cowee und Amelie Mayer haben die Ergebnisse, die im Rahmen des Forschungsprojektes «Evolutionary Algorithms» entstanden sind, in China präsentiert.
Von 69 vorgestellten Beiträgen, wurden acht in einer führenden chinesischen Forschungszeitschrift publiziert. Wir sind stolz, dass der Beitrag des CCTP auch zu diesen zählt.
18th Conference on Open Building, Beijing
Projekt Transfer Wohnqualitäten vom EFH auf das MFH
Projekt Evolutionäre Algorithmen in der Architektur
Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr und Natalie Plagaro
CCTP Panzerknacker
Am 23. Januar haben sich doch tatsächlich zwei Panzerknacker an unserer geliebten Wurlitzer Musikbox vergriffen. Innert Minuten hatten sie das Schloss zur Entnahme der wertvollen Single-Platten geknackt. Abhandengekommen ist nichts, denn zum Glück handelte es sich bei dem Überfall um eine geplante Übung aufgrund des Abhandenkommens beider Originalschlüssel zu unserer Musikbox. Ein herzliches Dankeschön an die Fachkompetenz der beiden «Lock-Picker» von
www.lockpicking.ch.


Klausur zum Jahresbeginn
Wie in jedem Jahr startet das CCTP mit einem Klausurtag in das Neue Jahr. Wir freuen uns gemeinsam auf ein Jahr mit vielen spannenden Herausforderungen, neuen Konstellationen und auf all die Überraschungen, die ganz ohne Zweifel kommen werden!

Kontakt: Prof. Dr. Peter Schwehr
Indoor-Units auf der Zielgeraden
In der Schweiz sind mehr als 350 brachliegende Industrieareale bekannt, in denen ein ungenutztes Potenzial von insgesamt ca. 17 Mio. m2 BGF ruht. Die Revitalisierung grosser Raumstrukturen wie Produktionshallen stellt eine erhebliche Hürde dar, denn nachgefragt werden mehrheitlich kleinere Raumeinheiten. Um Nachfrage und Angebot zusammen zu führen wurde im Rahmen des KTI-Projektes «Indoor-Units» ein modulares Raum-in-Raum-Objekt entwickelt, das eine temporäre oder permanente Bewirtschaftung grosser Hallen für die Bedürfnisse der Kreativwirtschaft u. ä. ermöglicht. Die Entwicklung des Objekts erfolgte unter dem Anspruch, der Nachhaltigkeit in allen Dimensionen gerecht zu werden.
Ökologie: haushälterischen Umgang mit der Ressource Boden, effizienter Kälteschutz, Verzicht auf teure Isolation der Halle.
Ökonomie: frühzeitige Mieterträge und sekundäre ökonomische Effekte wie Imagegewinn etc. Gesellschaft: Gemeinschaftsraum in der Halle, partizipative Nutzungsprinzipien. Das Projekt steht kurz vor dem Abschluss, deshalb wurde Ende Dezember 2012 die Homepage erneuert, weiter sind bereits zwei Publikationen erschienen. Ende Januar 2013 wird über das erste Pilotprojekt entschieden.

Indoor-Units
Beitrag in der Publikation «Gebäude als System» (PDF-Download)
Beitrag in «International Innovation» (PDF-Download)
Gesamtausgabe «International Innovation EuroFocus January 2013» mit dem Beitrag über Indoor-Units und einem Interview des KTI-Präsidenten Walter Steinlin
Link zur Projektseite
Kontakt: Matthias Bürgin
Tourismusorientierte Revitalisierung von Brachen
«Tourismusorientierte Revitalisierung von Brachflächen» ist ein Akquisitionsprojekt, das im Rahmen des Interdisziplinären Schwerpunktes «Tourismus und nachhaltige Entwicklung» in Kooperation mit HSLU-internen Forschungspartnern (IBR, ITW) das touristische Potenzial bei der Revitalisierung von Brachflächen auslotet und aktivieren möchte, um damit einen Beitrag an eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Dieser ist sowohl dem Tourismus, der lokalen/regionalen Ökonomie als auch der Raumplanung dienlich. Das Ziel ist, auf der Basis dieses Projekts, ein umfassendes aF&P-Projekt zu beantragen. Die Projektleitung liegt beim CCTP (Projektstart: November 2012).

Kontakt: Matthias Bürgin
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