Soziale Sicherheit im Fokus der Sozialen Arbeit
Soziale Sicherheit – insbesondere die Invaliden-, Arbeitslosen-, Krankentaggeld- und Unfallversicherung sowie die Sozialhilfe – hat in der Praxis der Sozialen Arbeit eine erhebliche Bedeutung. Sozialversicherungen und Sozialhilfe sichern nicht allein die Existenz, sie sind auch darauf ausgerichtet, betroffene Personen beruflich zu integrieren. Kommen dabei «soziale Probleme» ins Spiel, erachten sich Sozialversicherungen als nicht zuständig. Sind diese «sozialen Probleme» allein Sache der Sozialen Arbeit? Welche Rolle kommt der Sozialen Arbeit in der Sozialen Sicherheit zu? Und was kann sie dazu beitragen, dass betroffene Personen zu ihren Leistungen kommen?Donnerstag, 3. Oktober 2013, 17.30 bis 19.00 Uhr
Soziale Arbeit als Früherkennung für Reformbedarf in der Sozialen Sicherheit?
Soziale Sicherheit besteht aus einem engmaschigen Netz von verschiedenen Sozialversicherungen und der Sozialhilfe. Diese Systeme stehen eng miteinander in Verbindung und sind doch nicht aufeinander abgestimmt. Vergangene und laufende Reformen der Sozialversicherungen wirken sich in der Praxis der Sozialen Arbeit schnell aus. Oft wird früh sichtbar, wenn Leistungen der Sozialen Sicherheit bei einzelnen Menschen nicht wirklich ankommen. Was sind aus Sicht der Sozialen Arbeit wichtige zielführende Reformen?
Donnerstag, 7. November 2013, 17.30 bis 19.00 Uhr
Die Bedeutung der Sozialversicherungen in der Sozialberatung
Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit wie auch Elternschaft, Trennung und Scheidung können für Klientinnen und Klienten der Sozialen Arbeit schnell mit erheblichen Problemen der Existenzsicherung verbunden sein. Existenzielle Unsicherheit behindert die Bemühungen zur Bewältigung solcher Schwierigkeiten. Die Veranstaltung geht der Frage nach, ob und wie die Sozialberatung das Ressourcenerschliessen und das Unterstützen in Veränderungsprozessen gleichzeitig bearbeiten kann.
Donnerstag, 5. Dezember 2013, 17.30 bis 19.00 Uhr
Braucht es Soziale Arbeit in der Umsetzung der Sozialen Sicherheit?
In den Sozialversicherungen wird von leistungsbeanspruchenden Menschen aktive Mitwirkung zur Verbesserung ihrer Situation verlangt. Der erfolgreiche Weg zurück zur Gesundheit und an die Arbeit ist davon abhängig, wie betroffene Personen zur Veränderung bereit und fähig sind. Eine Rolle spielt dabei auch ihr Zugang zu Ressourcen im sozialen Umfeld. Wer auf diesem Weg die zumutbare Mitwirkung nicht erbringt, riskiert den Leistungsanspruch zu verlieren. Braucht es da nicht mehr Soziale Arbeit bei den Sozialversicherungen?
Anmeldung
Aus organisatorischen Gründen sind wir um eine Anmeldung bis eine Woche vor der Veranstaltung dankbar. Sie können sich hier online anmelden.
Veranstaltungsort
Die «First Thursday»-Veranstaltungen finden am Inseliquai 12B statt.
Die Veranstaltungsreihe
Jeweils am ersten Donnerstag des Monats während der Studiensemester laden wir Sie zu spannenden Referaten mit anschliessender offener Podiumsdiskussion ein. Der zukünftige Praxisalltag unserer Studierenden, die Tendenzen in der Berufsfeldentwicklung oder aktuelle politische Themen bestimmen dabei das Programm.

