Fachtagung
Geistig behindert und trotzdem Eltern sein?
Dienstag, 4. September 2012
Geistig behindert und trotzdem Eltern sein?
Dienstag, 4. September 2012
Diese Fachtagung wird von der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und dem «Netzwerk Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung» in Zusammenarbeit mit insieme, Pro infirmis und SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz durchgeführt.
Die Tagung
Menschen mit einer kognitiven Einschränkung wünschen sich Kinder, einige werden Eltern. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, da Elternschaft in unserer Gesellschaft ein höchstpersönliches Recht ist, das grundsätzlich jeder Person offen steht – unabhängig davon, ob sie als «behindert» gilt oder nicht.
Obwohl die Auseinandersetzung zu Elternschaft und Kinderwunsch von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Schweiz seit zehn Jahren geführt wird, stellen sich für Fachpersonen und Angehörige immer noch viele Fragen. Auch die (durch Studien widerlegten) Vorurteile, dass sich geistige Behinderung vererbe oder dass Menschen mit leichten kognitiven Einschränkungen keine angemessenen Eltern sein könnten, sind nach wie vor in der Fachöffentlichkeit zu finden.
Unbestritten ist, dass Eltern mit kognitiven Einschränkungen vielfältige – auf ihre Lebenssituation angepasste – Unterstützungsmöglichkeiten benötigen. Ebenso bedürfen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen Angebote, in denen sie sich differenziert mit ihrem Kinderwunsch auseinandersetzen können. An dieser Fachtagung gehen wir spezifischen Fragen nach:
- Welche ethischen Überlegungen sind zu bedenken, wenn Menschen mit einer
- kognitiven Beeinträchtigung Kinder bekommen (möchten)?
- Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht?
- Mit welchen Herausforderungen sind Angehörige von kognitiv eingeschränkten
- Menschen und Fachpersonen in der Praxis konfrontiert?
- Welche Unterstützungsangebote und Hilfsmöglichkeiten gibt es?
Diese Fragen werden in Referaten und einer Podiumsdiskussion unter Fachpersonen, die direkt in der Praxis arbeiten, aufgegriffen.
Die Tagung richtet sich an
Fachpersonen aus dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich sowie Angehörige, die Menschen mit kognitiven Einschränkungen begleiten, beraten und unterstützen.
Die Tagung will
Elternschaft und Kinderwunsch von Menschen mit kognitiven Einschränkungen aus ethischer, juristischer, sozialarbeiterischer, sozial- und heilpädagogischer sowie medizinischer Perspektive beleuchten.
Programm
Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.
Kosten
Tagungsbeitrag: CHF 180.–
Kontakt
Tagungsleitung:
Irene Müller
Tagungsadministration:
Claudia Coletti
Die Tagung richtet sich an
Fachpersonen aus dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich sowie Angehörige, die Menschen mit kognitiven Einschränkungen begleiten, beraten und unterstützen.
Die Tagung will
Elternschaft und Kinderwunsch von Menschen mit kognitiven Einschränkungen aus ethischer, juristischer, sozialarbeiterischer, sozial- und heilpädagogischer sowie medizinischer Perspektive beleuchten.
Programm
Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.
Kosten
Tagungsbeitrag: CHF 180.–
Kontakt
Tagungsleitung:
Irene Müller
Tagungsadministration:
Claudia Coletti
Powerpoint-Präsentationen der Referate
- Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung: Ein Menschenrecht?!, Corinne Wohlgensinger
- Alter Wein in neuen Schläuchen – bleibt alles beim Alten im neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht?, Dr. iur. Karin Anderer
- Geistig behindert und Eltern sein? Mögliche ethische Perspektiven, Dr. oec. Markus Breuer

