Projekte Hochschule Luzern
Studie über den Abbruch des Instrumentalunterrichts im Pubertätsalter
Viele Musikschüler/innen brechen den Instrumentalunterricht als Teenager ab. Einblicke in die Abbruchsdynamik zu erhalten, war das Ziel des vorliegenden Projekts. Im Rahmen von narrativen Interviews wurden zehn Jugendliche über ihre Erfahrungen im früheren Instrumentalunterricht und die Gründe des Abbruchs befragt. Die Analyse der aufgezeichneten Gespräche ermöglichte es, einerseits Orientierungsmuster in den Lebenswelten der Jugendlichen festzuhalten, anderseits aus deren Sicht die Unterrichtskonzepte der Lehrpersonen zu erfassen. In vielen Fällen lässt sich der Unterrichtsabbruch durch Diskrepanzen zwischen Vorstellungen von Jugendlichen und Lehrpersonen erklären. So sahen die Jugendlichen im Musikunterricht eher eine Freizeitaktivität, erlebten es von Seiten der Lehrperson aber als leistungsorientiertes Unterrichtsfach. Das erarbeitete Repertoire entsprach häufig nicht ihren Musikinteressen, die Gruppenaktivitäten (Zusammenspiel in Ensembles und Bands) nahmen gegenüber dem Einzelunterricht zu wenig Platz ein. Schliesslich zeigten sich bei manchen Schüler/innen ungünstige familiäre Rahmenbedingungen für das Üben. Die Ergebnisse des Projekts wurden in einem Artikel zusammengefasst, der in der «Schweizer Musikzeitung» (Nr. 7/8 2007) erschienen ist. Im Rahmen eines Nachfolgeprojekts ist geplant, die Ergebnisse in Arbeitsmappen für die Ausbildung von Musiklehrpersonen aufzubereiten.
Projektleiter/in
Marc Brand, Details
Projektmitarbeiter/innen
Claudia Emmenegger
Miriam Rorato
Beteiligte Organisationen
Institute for Studies in Music Education, www.hslu.ch/musik/m-forschung-entwicklung/m-musik-ismuse.htm
Marc Brand, Details
Projektmitarbeiter/innen
Claudia Emmenegger
Miriam Rorato
Beteiligte Organisationen
Institute for Studies in Music Education, www.hslu.ch/musik/m-forschung-entwicklung/m-musik-ismuse.htm
Projektstart
01.09.2004
01.09.2004
Projektende
31.03.2007
31.03.2007

