Max von Moos-Förderpreis
Die Max von Moos-Stiftung vergibt den Max von Moos-Förderpreis in Gedenken an den Künstler und Dozenten Max von Moos, der von 1933-1969 an der damaligen Kunstgewerbeschule, heute Hochschule Luzern – Design & Kunst tätig war. Mit dem Preis sollen junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet und bestärkt werden, die zum Abschluss ihrer Ausbildung ein überzeugendes, eigenständiges und eigensinniges Werk entwickelt haben.
Max von Moos-Förderpreis 2012
Für ihre sich über mehrere Jahre hinziehende Arbeit in und um einen Wohnwagen herum werden Annina Nora Burkhalter und Allina Amay Wittmer, Absolventinnen Master of Arts in Fine Arts, ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Gabriela Christen in ihrer Funktion als Präsidentin der Max von Moos-Stiftung, anlässlich der Vernissage der Werkschau Design & Kunst am 22. Juni 2012.Laudatio von Gabriela Christen

Annina Nora Burkhalter (links) und Allina Amay Wittmer (rechts), Foto: Andri Stadler
Max von Moos-Förderpreis 2011
Mit seiner Masterarbeit “10 Walklines durch Littau und Reussbühl“ gewinnt Matteo Hofer den Max von Moos-Förderpreis von CHF 5’000.-. Übergeben wurde der Preis von Prof. Dr. Stanislaus von Moos, Mitglied des Stiftungsrat, im Rahmen der Vernissage vom 24. Juni 2011.Laudatio von Stanislaus von Moos

Die Masterarbeit “10 Walklines durch Littau und Reussbühl“ überzeugt die Jury der Max von Moos-Stiftung durch ihre Vielschichtigkeit, Intelligenz und Sorgfalt. Matteo Hofer schlägt in seiner Arbeit zehn unterschiedliche Spaziergänge durch den neuen Stadtteil Littau/Reussbühl im Norden von Luzern vor. Diese führen auf geraden Wegen, über Spiralbewegungen und Umwegen durch das urbane Gebiet, in Gewerbe- und Grünzonen. Diese Routen entwickelt er einerseits aus seinem zeichnerischen Werk, das die Linienbewegungen der Spaziergänge mitbestimmt, andererseits aus einer monatelangen Recherche vor Ort, in denen er seine Routen ausprobiert und perfektioniert hat.
Die “10 Walklines durch Littau und Reussbühl“ bezeichnet Matteo Hofer als Partituren, und er beschreibt sie auf zehn kleinen Wanderkarten minutiös. Damit erschliesst er ein bisher für viele unbekanntes Gebiet. Mit Texten und Zitaten auf der Rückseite dieser Karten schreibt er den neuen Stadtteil Littau/Reussbühl in die Kulturgeschichte und die Weltliteratur ein. Matteo Hofer schliesst mit seiner Arbeit an die Spaziergangwissenschaft eines Lucius Burckhardt an, und er knüpft an wichtige Themen der Stadttheorie der letzten Jahrzehnte an. Gleichzeitig nimmt er das Format des Spaziergangs als Denkraum für Kreative in der Tradition von Jean-Jacques Rousseau auf.
Max von Moos-Förderpreis 2010
Der Förderpreis wurde im Rahmen der Vernissage der Werkschau 2010 der Hochschule Luzern – Design & Kunst am 25. Juni vergeben. Ausgezeichnet wurde Fabienne Good für ihre Arbeit "Art in public spheres".
Fabienne Good hat am Helvetiaplatz (einem Ort der Entspannung und einem beliebten Treffpunkt), rund 60 Wachskugeln, die ca. die Grösse von Orangen haben, an einen Kastanienbaum befestigt. Diese wurden aus altem Wachs hergestellt und ähneln in Form und Farbe Kokosnüssen. Egal ob nun die Kugeln irgendwann von selbst herunterfallen (wegen der Wärme schmilzt das Wachs) und zerplatzen oder ob sie bewusst von Passanten heruntergeholt und geöffnet werden – in jeder Kugel findet sich eine Botschaft die sich mit der Frage "Was ist Kunst?" auseinandersetzen. Die Definitionen sind in der selben Schrift wie jene, die man in den Glückskeksen finden kann. Das Ganze mutet wie ein Glückskeks an – man kann nie sicher sein, ob man es glauben soll, aber es bietet trotzdem etwas zum Nachdenken.

Arbeit Fabienne Good: "Art in public spheres",Intallation Mixed-Media
Foto: Nikola Ilic
"Art in Public Spheres", auch bezeichnet als "das Nussschalen Definitions-Projekt", begann mit einem Kettenbrief der freiwillige Teilnehmer/innen aufforderte zu erklären, was für sie Kunst ist und bedeutet. "In Bezug auf die Antworten, die ich erhalten habe, kombiniert das Projekt Aspekte wie Recycling, Aneignung, Transformation, Fortführung und Momentum unter einem Dach. Der Frage nachgehend - Was ist Kunst? - erhielt ich mehr als eine Aussage. Dieses Projekt widerspiegelt zudem den fliessenden Gebrauch von Sprachdefinitionen, was ein wichtiger Teil davon beinhaltet, wie wir denken und handeln."

