Max von Moos-Förderpreis 2010
Die Max von Moos-Stiftung vergibt 2010 zum ersten Mal den Max von Moos-Förderpreis in Gedenken an den Künstler und Dozenten Max von Moos, der von 1933-1969 an der damaligen Kunstgewerbeschule, heute Hochschule Luzern – Design & Kunst tätig war. Die Max von Moos-Stiftung vergibt den Förderpreis im Bereich Kunst, in deren Abschlussarbeit sich diejenigen Werte ausmachen lassen, die auch die künstlerische Arbeit von Max von Moos bestimmt haben, nämlich autorschaftlich bestimmte, weltanschaulich engagierte Formen der Auseinandersetzung mit Welt durch künstlerische Arbeit. Mit dem Preis sollen junge Künster/innen-Persönlichkeiten ausgezeichnet und bestärkt werden, die zum Abschluss ihrer Ausbildung ein überzeugendes, eigenständiges und eigensinniges Werk entwickelt haben.
2010 wird der Max von Moos-Preis an eine/n der Absolvent/innen des ersten Master of Arts in Fine Arts der Hochschule Luzern – Design & Kunst verliehen.
Der Förderpreis ist mit CHF 5'000.- dotiert, er wird vorläufig für fünf Jahre ausgerichtet und durch die Max von Moos-Stiftung vergeben: Dr. André Meyer (Präsident der Max von Moos-Stiftung), Dr. Gabriela Christen, Dr. Roman Kurzmeyer, Prof. Dr. Stanislaus von Moos, Peter Thali (Nachlassverwalter).
Der Förderpreis wurde im Rahmen der Vernissage der Werkschau 2010 der Hochschule Luzern – Design & Kunst am 25. Juni vergeben. Ausgezeichnet wurde Fabienne Good für ihre Arbeit "Art in public spheres".
Fabienne Good hat am Helvetiaplatz (einem Ort der Entspannung und einem beliebten Treffpunkt), rund 60 Wachskugeln, die ca. die Grösse von Orangen haben, an einen Kastanienbaum befestigt. Diese wurden aus altem Wachs hergestellt und ähneln in Form und Farbe Kokosnüssen. Egal ob nun die Kugeln irgendwann von selbst herunterfallen (wegen der Wärme schmilzt das Wachs) und zerplatzen oder ob sie bewusst von Passanten heruntergeholt und geöffnet werden – in jeder Kugel findet sich eine Botschaft die sich mit der Frage "Was ist Kunst?" auseinandersetzen. Die Definitionen sind in der selben Schrift wie jene, die man in den Glückskeksen finden kann. Das Ganze mutet wie ein Glückskeks an – man kann nie sicher sein, ob man es glauben soll, aber es bietet trotzdem etwas zum Nachdenken.
2010 wird der Max von Moos-Preis an eine/n der Absolvent/innen des ersten Master of Arts in Fine Arts der Hochschule Luzern – Design & Kunst verliehen.
Der Förderpreis ist mit CHF 5'000.- dotiert, er wird vorläufig für fünf Jahre ausgerichtet und durch die Max von Moos-Stiftung vergeben: Dr. André Meyer (Präsident der Max von Moos-Stiftung), Dr. Gabriela Christen, Dr. Roman Kurzmeyer, Prof. Dr. Stanislaus von Moos, Peter Thali (Nachlassverwalter).
Der Förderpreis wurde im Rahmen der Vernissage der Werkschau 2010 der Hochschule Luzern – Design & Kunst am 25. Juni vergeben. Ausgezeichnet wurde Fabienne Good für ihre Arbeit "Art in public spheres".
Fabienne Good hat am Helvetiaplatz (einem Ort der Entspannung und einem beliebten Treffpunkt), rund 60 Wachskugeln, die ca. die Grösse von Orangen haben, an einen Kastanienbaum befestigt. Diese wurden aus altem Wachs hergestellt und ähneln in Form und Farbe Kokosnüssen. Egal ob nun die Kugeln irgendwann von selbst herunterfallen (wegen der Wärme schmilzt das Wachs) und zerplatzen oder ob sie bewusst von Passanten heruntergeholt und geöffnet werden – in jeder Kugel findet sich eine Botschaft die sich mit der Frage "Was ist Kunst?" auseinandersetzen. Die Definitionen sind in der selben Schrift wie jene, die man in den Glückskeksen finden kann. Das Ganze mutet wie ein Glückskeks an – man kann nie sicher sein, ob man es glauben soll, aber es bietet trotzdem etwas zum Nachdenken.

Fabienne Good anlässlich der Preisverleihung


Arbeit Fabienne Good: "Art in public spheres",
Intallation Mixed-Media
Foto: Nikola Ilic
"Art in Public Spheres", auch bezeichnet als "das Nussschalen Definitions-Projekt", begann mit einem Kettenbrief der freiwillige Teilnehmer/innen aufforderte zu erklären, was für sie Kunst ist und bedeutet.
"In Bezug auf die Antworten, die ich erhalten habe, kombiniert das Projekt Aspekte wie Recycling, Aneignung, Transformation, Fortführung und Momentum unter einem Dach. Der Frage nachgehend - Was ist Kunst? - erhielt ich mehr als eine Aussage. Dieses Projekt widerspiegelt zudem den fliessenden Gebrauch von Sprachdefinitionen, was ein wichtiger Teil davon beinhaltet, wie wir denken und handeln."
Fabienne Good
Laudatio von André Meyer
Max von Moos-Förderpreis an Fabienne Good
Der heutige Tag ist nicht nur in Bezug auf die Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten, welche in der Allmendhalle 4 erstmals ausgestellt sind, ein Novum, sondern auch in Bezug auf die erstmalige Verleihung des Max von Moos Förderpreises.
Wer war Max von Moos ?
Wer war Max von Moos ?
Den älteren Luzernern bestens bekannt, war Max von Moos Sohn des Malers Joseph von Moos, Künstler, Maler. Designer und langjähriger Leiter und Lehrer an der Kunstgewerbeschule Luzern (heute: Hochschule Luzern - Design & Kunst). Geboren am 6. Dezember 1903 und gestorben am 28. Mai 1979 lebte und arbeitete Max von Moos mit Ausnahme einer 1-jähriger Studienzeit an der staatlichen Kunstgewerbeschule in München zeitlebens in Luzern. Er hinterliess ein zahlenmässig eindrückliches und künstlerisch beachtenswertes malerisches Oeuvre, dessen vorherrschendes Prinzip der Zweifel ist. Max von Moos schildert in seinen surrealen Bildern seine Angst vor der Welt und dem Versagen von Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit angesichts einer Unheil verheissenden Welt. Neben den Ausflügen ins Schreckliche führen seine Bilder aber auch mit viel Poesie und Sehnsucht in ältere und märchenhafte Schichten des Lebens.
Die Max von Moos-Stiftung
Die Max von Moos-Stiftung
Max von Moos hat noch zu seinen Lebzeiten eine Stiftung errichtet mit dem Zweck
- Sein Werk zu verbreiten, zu erforschen und zu bearbeiten
- Im Geiste seiner pädagogischen Berufung junge Menschen in ihrem künstlerischen Schaffen zu ermutigen und zu fördern.
Der Max von Moos-Förderpreis
Was lag näher, als die Abschlussarbeit der Hochschule Luzern Design und Kunst auszuzeichnen, die dem Stiftungsrat der Max von Moos-Stiftung als die „beste“ erschien. Unterstützt wurde die Stiftung durch die Leitung der Hochschule, die zum einen den Preis auf Abschlussarbeiten im Bereich des Masterstudiums und da auf Arbeiten, die sich mit Kunst im „öffentlichen Raum“ beschäftigten. Unter diesen nahm die Schule eine Vorselektion vor und schlug der Stiftung acht Arbeiten zur Prämierung vor.
Was lag näher, als die Abschlussarbeit der Hochschule Luzern Design und Kunst auszuzeichnen, die dem Stiftungsrat der Max von Moos-Stiftung als die „beste“ erschien. Unterstützt wurde die Stiftung durch die Leitung der Hochschule, die zum einen den Preis auf Abschlussarbeiten im Bereich des Masterstudiums und da auf Arbeiten, die sich mit Kunst im „öffentlichen Raum“ beschäftigten. Unter diesen nahm die Schule eine Vorselektion vor und schlug der Stiftung acht Arbeiten zur Prämierung vor.
Der Stiftungsrat hat sämtliche acht Arbeiten begutachtet und die Arbeit von Frau Fabienne Good mit dem Max von Moos-Förderpreis bedacht.
Frau Good hat die Kastanienbäume am Helvetia-Platz in Luzern mit grossen Kastanien aus Wachs bereichert, die sich beim Herabfallen dem Betrachter mit einer Botschaft eröffnen. Die Arbeit – eine höchst poetische Bereicherung des öffentlichen Raums – thematisiert die Begriffe der „Nachhaltigkeit“ und der „Polarität“ im Spannungsfeld zwischen ländlichem und urbanen Raum in künstlerischer und kreativer Weise und fügt sich bereichernd und ergänzend im bisherigen Schaffen der Künstlerin ein.
Max von Moos-Förderpreis
Frau Good hat die Kastanienbäume am Helvetia-Platz in Luzern mit grossen Kastanien aus Wachs bereichert, die sich beim Herabfallen dem Betrachter mit einer Botschaft eröffnen. Die Arbeit – eine höchst poetische Bereicherung des öffentlichen Raums – thematisiert die Begriffe der „Nachhaltigkeit“ und der „Polarität“ im Spannungsfeld zwischen ländlichem und urbanen Raum in künstlerischer und kreativer Weise und fügt sich bereichernd und ergänzend im bisherigen Schaffen der Künstlerin ein.
Max von Moos-Förderpreis

