Nominierte Abschlussarbeit Design Management International
Quentin Crausaz
Design at the Bottom of the Pyramid - Product development for the developing world
Begründung für die Nomination
Verantwortung
Die Wahl dieser Thematik ist nicht unproblematisch und birgt durchaus Risiken. Umso bemerkenswerter scheint es, dass sich der Autor in ein bislang stiefmütterlich behandeltes Thema vorwagt und sich a) nicht scheut als zukünftiger Design Manager seine Verantwortung für eine nachhaltige Produktentwicklung wahrzunehmen, und b) für einen scheinbar nicht lukrativen, komplexen und risikoreichen ‚Bottom-of-Pyramid‘-Markt einsetzt, und c) dies in sachlicher, reflektierter Art und Weise tut.
Motivation, die Hypothese, die Kriterien und das Ziel dieser Bachelor-Thesis sind klar definiert. Mit dem Resultat hat der Autor das Ziel klar erreicht. Die Glaubwürdigkeit seiner Arbeit liegt vor allem auch in der pointiert realistischen Fragestellung, welche im Kern der Recherchen standen.
Der Autor zeigt Wege auf, wie Design Manager ihre Kompetenzen und Fähigkeiten in bislang eher ungewohnten Bereichen zukunftsorientiert einsetzen können. Damit erweitert diese These die professionellen Perspektiven für Design Management.
Das Thema ist global und regional brandaktuell. Mehr als Zweidrittel der Weltbevölkerung, die tagtäglich mit 1-4 $ ums Überleben kämpfen, ist von der Notwendigkeit und vom Erfolg der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung für die Menschen des ‚Bottom-of-Pyramid‘ abhängig. Zu Recht verweist der Autor auf die Möglichkeit, damit auch einen Beitrag zur Erfüllung der Millenniums Entwicklung der UN zu leisten. Sozialgesellschaftlich helfen „BoP-fite“-Produkte direkt oder indirekt, Armut und Analphabetismus zu bekämpfen und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. „BoP-fite“-Produkte sollen laut der vom Autor entwickelten Checkliste auch ökologisch sauber sein und helfen den Export der westlichen „Abfallgesellschaft“ in die entwicklungsbedürftigen Regionen zu vermeiden. Der Autor verweist anhand von Beispielen auch auf die wirtschaftliche ‚Win-Win‘-Vorteile, die sich für westliche Unternehmen bieten, aber auch für das lokale Geschäft in den Entwicklungszonen.
Relevanz
Das Thema ist global und regional brandaktuell. Mehr als Zweidrittel der Weltbevölkerung, die tagtäglich mit 1-4 $ ums Überleben kämpfen, ist von der Notwendigkeit und vom Erfolg der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung für die Menschen des ‚Bottom-of-Pyramid‘ abhängig. Zu Recht verweist der Autor auf die Möglichkeit, damit auch einen Beitrag zur Erfüllung der Millenniums Entwicklung der UN zu leisten. Sozialgesellschaftlich helfen „BoP-fite“-Produkte direkt oder indirekt, Armut und Analphabetismus zu bekämpfen und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. „BoP-fite“-Produkte sollen laut der vom Autor entwickelten Checkliste auch ökologisch sauber sein und helfen den Export der westlichen „Abfallgesellschaft“ in die entwicklungsbedürftigen Regionen zu vermeiden. Der Autor verweist anhand von Beispielen auch auf die wirtschaftliche ‚Win-Win‘-Vorteile, die sich für westliche Unternehmen bieten, aber auch für das lokale Geschäft in den Entwicklungszonen.
Mit seiner BA-Arbeit spricht der Autor Entscheidungsträger in Produkt- und Dienstleistungs-Entwicklung an, und im speziellen Design Manager. Am Beispiel zweier Fallstudien zeigt der Autor überzeugend auf, wie Design, Innovation und Know-how in gezielter Zusammenarbeit mit verschiedensten Stakeholdern zu massgeschneiderten erfolgreichen Lösungen führen.
Innovationspotential
Wie die Recherchen und die Analyse beweisen, hat sich der Autor ausgiebig mit der Materie auseinandergesetzt. Die Recherchen sind zielorientiert und enthalten reichhaltige und relevante Informationen. Der Arbeitsprozess und die Entwicklung der Argumente sind methodisch kohärent, reflektiert und für den Leser nachvollziehbar transparent. Ein Beispiel dafür ist der Vergleich zwischen den Strategien BoP 1.0 und BoP 2.0. Vor allem aber erarbeitete der Autor eine sehr sorgfältige Analyse der beiden "Best Practice"-Fallstudien. Die Lösungsfindung ist methodisch und eine reflektierte Synthese. Das Ergebnis, die "BoP Fit"-Checkliste, bietet sich als brauchbares Instrumentarium an.
Gestaltung
Dem Thema entsprechend präsentiert sich diese BA-Arbeit in sachlicher, informativer, übersichtlicher und in fachgerechter Sprache. Der Autor beweist zudem hervorragende Englisch-Kenntnisse, gemessen daran, das es sich um eine BA-Arbeit handelt. Die verwendete Sprache ist authentisch und überzeugend. Sein Engagement und die Motivation für die Thematik vermittelt der Autor zweifelsfrei und glaubwürdig. 
