CC Visual Narrative
Das Competence Center (CC) Visual Narrative untersucht Erzählformen in Bildfolgen und kurzen Bewegtbildsequenzen: Wie können narrative und dramaturgische Strukturen bestimmt, analysiert und gezielt eingesetzt werden? Ziel ist es, Erkenntnisse bezüglich einer mitreissenden Gestaltung von (bewegten) Bildern für Medienkanäle, Animationsfilme, kurze filmische Montagen sowie Illustrationen und Comics zu finden.
Schwergewichtig werden Projekte bearbeitet in den Themenfelder
- Medienkanäle im öffentlicher Raum
- Dramaturgie im kurzen Animationsfilm
- Erzählen anhand einer Abfolge von Bildern
Leitung CC Visual Narrative
Robert Müller
Team CC Visual Narrative
| Projekttitel | Projektbeschrieb |
BaBeL-Channel - Interkulturelle Kommunikation mit bewegten Bildern im öffentlichen Raum | Mit dem DORE-Projekt soll das Potential von bewegten Bildern als Informationsplattformen im soziokulturellen Bereich evaluiert werden. Innerhalb eines Pilotversuchs im Luzerner Quartier Basel-Bernstrasse soll ein Netzwerk, bestehend aus 4 Displays, aufgestellt und mit einem Testprogramm in Form eines ca. 10-minütigen Programmloops bespielt werden. Aktivitäten und Angebote im Quartier wie auch Kurzportraits von Quartierbewohnern geben Einblick in die Lebensweisen multikultureller Nachbarschaft. Weiter soll den Bewohnern durch interaktive Tools die Möglichkeit geboten werden, die Medienplattform als "Anschlagbrett" zu nutzen. Angestrebt wird die Förderung der Kommunikation im Quartier, eine Stärkung des "Quartierbewusstseins" aber auch eine verstärkte Wahrnehmung der Qualitäten des Quartiers ausserhalb. Kontakt: robert.mueller@hslu.ch Projektseite: www.babelquartier.ch Status: laufend |
Dramaturgie des kurzen Animationsfilm | Zur Analyse (und damit Beurteilung) von Animationsfilmen fehlt das Vokabular, weil sich die Filmwissenschaft bisher auf den Realfilm konzentriert hat. Im Rahmen des Projekts wollen wir Lücken im Vokabular füllen, indem wir untersuchen, welche dramaturgischen Strategien in kurzen Animationsfilmen verfolgt werden - also jenem Format, das an der Hochschule Luzern - Design & Kunst gelehrt und ausgeführt wird. Wir wollen gleichzeitig versuchen herauszufinden, ob es eine spezifisch "schweizerische" Art des Erzählens in Animationsfilmen gibt. Kontakt: franziska.trefzer@hslu.ch Status: abgeschlossen |
Crossmedia-Storytelling - Notation und Analyse des fragmentierten Erzählens | Die zunehmende Technologisierung der Kommunikationswelt hat unter anderem zur Folge, dass Kampagnen (für Prävention, Werbung etc.) vermehrt crossmedial geführt werden: Auf Plakaten, Screens im öffentlichen Raum, übers Mobiltelefon, in Werbeclips usw. wird eine Botschaft fragmentiert, wiederholt und in Variationen vermittelt. Bezüglich den Kommunikationswerten sind diese Kampagnen gut untersucht, jedoch fehlen Erkenntnisse, wie diese segmentierten Botschaften für eine optimale Wirkung bei den Rezipienten bezüglich der Dramaturgie, dem Tempo und dem Stil visuell gestaltet werden können. Das Projekt fragt nach Grundlagen, wie Gestalter die Dramaturgie und Narration mit Bildern in solchen Crossmedia-Kampagnen gezielt einsetzten können, um deren Wirkung zu erhöhen. Dabei werden bestehende Kampagnen analysiert und daraus Parameter und Kriterien für eine adäquate Gestaltung abgeleitet. Ziel ist die Entwicklung eines Notationssystems, welches erlaubt, medienübergreifende Kampagnen systematisch zu untersuchen. Das Notationssystem soll in einem Folgeprojekt zu einem Planungsinstrument weiterentwickelt werden und so konkrete Unterstützung für die visuelle Gestaltung in der Praxis liefern. Kontakt: bettina.minder@hslu.ch Status: abgeschlossen |
Network Identity and Narrative | Das Projekt legt die Grundlagen für ein besseres Verständnis der Bedeutung des ästhetischen Ausdrucks und der Erzählstrukturen, die sich in sozialen digitalen Netzwerken des Web 2.0 wie zum Beispiel Facebook, Flickr oder YouTube über die letzte Jahre entwickelt haben. Es untersucht, wie die Anwender von solchen Netzwerken die gestalterische Freiheit solcher Systeme nutzen, um spezifische Ausdrucksformen und erzählerische Strategien für ihre virtuellen Personas zu entwickeln. Am Beispiel einer Reihe von exemplarischen Fällen sowie einer aktiven Intervention sollen die existierenden Dramaturgien, Metaphern und Themen welche der Selbstdarstellung der Anwender zugrunde liegen beschrieben und kategorisiert sowie deren formale Umsetzung analysiert werden. Kontakt: axel.vogelsang@hslu.ch Status: laufend |
| Angewandte Narration - Sachcomics: Ein Manual für das visuelle Erzählen in der Praxis | In diesem DORE-Projekt sollen Erkenntnisse zu den Produktionsbedingungen von Sachcomics in der Schweiz gewonnen werden und Antworten auf die Fragen gefunden werden wie: Welche Voraussetzungen sind nötig und was ist bei einer Umsetzung zu beachten, damit ein Sachcomic seine intendierte Wirkung entfalten kann? Im Zentrum steht dabei die unabdingbare Erfüllung von Kriterien wie Attraktivität und Anschaulichkeit, Verständlichkeit und Nachhaltigkeit respektive Wirksamkeit. Welche gestalterischen Bedingungen müssen erfüllt werden für eine der Wirkungsabsicht angemessene comic-spezifische Anwendung der Narration in Bild und Text (Verknüpfung der beiden Erzählmittel)? In welchem Mass ist bei der Vermittlung von Sachthemen im Medium Comic Komplexitätsreduktion (Verdichtung von Informationen) nötig bzw. zulässig? Wie muss idealerweise eine Zusammenarbeit funktionieren von Wissenschaft/Fachpersonen, Autoren, Zeichner und Auftraggeber bei der textlichen und gestalterischen Realisation eines Sachcomics? Welche Themen «funktionieren» besser, welche weniger, und was sind die Gründe und Kriterien dafür? Ein Teil der Forschungsarbeit widmet sich der Sichtung eines umfassenden exemplarischen Korpus mit Primärmaterial, also auf dem internationalen Markt verfügbaren Sachcomics. Das Resultat dieser Analysearbeit soll erste Grundlagen bieten für eine Klassifizierung und Wertung (Kommentar). An einem ausgewählten Sample von aktuelleren Schweizer Sachcomics sollen deren Produktionsbedingungen untersucht werden. In vertiefter Analyse soll mit medium-immanenten Kriterien überprüft werden, wie die spezifischen Erzähl- und Vermittlungsformen der Verknüpfung von Bild und Text in Sachcomics funktionieren. Um gesicherte Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Sachcomics zu gewinnen, wird eine genauere Erforschung der Wirkungsweise zweier exemplarischer Sachcomic-Titel angestrebt. Ein praktisches Ziel dieses DORE-Projekts bildet das Entwickeln und Zurverfügungstellen eines Kriterienkatalogs zur Konzeption, Produktion und Beurteilung von Sachcomics in der Form eines Manuals für die Praxis. Kontakt: Urs Hangartner Status: laufend |
Outdoor Displays | Das Projekt untersucht Display-Technologien in Bezug auf deren Tauglichkeit für Aussen-Anwendungen im öffentlichen Raum. Kontakt: robert.mueller@hslu.ch Status: laufend |
Innovationspotential für die Postproduktion | In der gestalterischen Arbeit mit technischen Medien beeinflussen diese immer auch die Umsetzung eines Werkes – diese Beziehungen werden am Beispiel des Genre Musicclip untersucht: Wir gehen davon aus, dass die verwendeten Schnittprogramme und Tools in einer noch nie dagewesenen Form geeignet sind, innenzeitliche Prozesse (also Bilder in Form von Assoziationen, Vorstellungen, Erinnerungen, Träumen usw.) in audiovisuelle Formen umzusetzen. Bilder, die einzig vor unserem inneren Auge existieren, können mit Hilfe von Schnitt- und Effektprogrammen in die Aussenwelt geholt, visualisiert und bearbeitet werden und Bild- und Toneffekte werden zusehends vollkommenere Entsprechungen neuronaler Prozesse. Ist hier die Freilegung von zeitgenössisch relevanten und in die Zukunft weisenden Gestaltungsinnovationen zu erwarten? In einem Interview mit Olaf Breidbach, Kunsthistoriker und Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena werden die Fragen diskutiert. In einem dritten Teil werden 6 Referenzarbeiten analysiert und nach ihren gestalterischen und technischen Inhalten untersucht. Kontakt: edith.flueckiger@hslu.ch Status: abgeschlossen |
Mobile Video (Vorprojekt) | Mobile Video lotet den begrenzten gestalterischen Freiraum für bewegte Bilder auf Displays von mobilen Geräten aus. Unter Einbezug ökonomischer und technischer Rahmenbedingungen werden Kriterien und Gestaltungsstrategien erarbeitet. Kontakt: robert.mueller@hslu.ch Status: abgeschlossen |
Out-of-Home-Displays | Das Projekt untersucht das Vordringen von Displays in den öffentlichen Raum, womit eine zusätzliche Form der visuellen Kommunikation zum bestehenden hinzukommt. Der Umgang mit diesem neuen Medium erweist sich aber in der zielgrichteten Anwendung nicht einfach: Einerseits kann weder auf die Gestaltungsformen des (Werbe-)Films, noch auf die der Grafik zurückgegriffen werden, andererseits fehlen Untersuchungen, die der Medienwirtschaft als Planungsgrundlage dienen könnten. Mit gezielt entwickelten Testbeiträgen werden die Gestaltungsspezifika der "Out-of-Home"-Displays (Grösse, Ort, fehlendes Medium Ton usw.) als formale Merkmale der Medienwirkung erforscht und ihren Anteil an der Medienleistung der Displays nachgewiesen. Kontakt: robert.mueller@hslu.ch Projektseite: www.outofhomedisplays.ch Publikation: "OUT-OF-HOME-DISPLAYS: Wie und warum Gestaltung wirkt" Status: abgeschlossen |
Das bewegte Bild im öffentlichen Raum | Plakate in Bewegung: Das Projekt geht der Frage nach, wie der ideale Beitrag, das ideale Programm für "Out-of-Home"-Displays konzipiert ist, insbesondere mit welchen gestalterischen Elementen eine hohe Aufmerksamkeit erzielt wird. Durch das Projekt werden Leistungswerte für die in den öffentlichen Raum vordringenden Displays erfasst und Ansätze für die Optimierung der kommerziellen Nutzung formulierbar. Kontakt: robert.mueller@hslu.ch Status: abgeschlossen |
dante.tv | (design, art, news, trends und events) EU Netzwerkprojekt zur Entwicklung und Nutzung von Film-, Video-und TV-Produktionen unter den europäischen Kunsthochschulen. Kontakt: danielle.guliani@hslu.ch Status: abgeschlossen |
on air - on line - on live | dante.mobil Hauptziel des Forschungsprojektes war es, eine geeignete Plattform zu entwickeln, die eine Auseinandersetzung in der Ausbildung mit dem gestalterischen Potential von Live-Übertragungen ermöglicht. Die Platform wird von mehreren europäischen Hochschulen gemeinsam genutzt. Kontakt: danielle.guliani@hslu.ch Status: abgeschlossen |
Reading Visuals | Erzähltechniken in gezeichneten sequentiellen Bildgeschichten Das DORE-Projekt „Reading Visuals“ analysiert anhand von vier Quellen aus dem Zeitraum von 1830 bis 2001 – den Bildgeschichten von Rodolphe Töpffer, Winsor McCays Little Nemo, den Werken von Robert Crumb und Peter Blegvads Book of Leviathan – Erzähltechniken in gezeichneten sequentiellen Bildgeschichten. Diese Werke werden in ihrem historisch-kulturellen Kontext situiert und ihre Entstehungsbedingungen, ihre kulturelle Funktion und ihr Gebrauchswert werden reflektiert. In Zusammenarbeit mit drei Illustratoren und einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin wird theoretisch und praktisch der Frage nachgegegangen, wie Bildgeschichten strukturiert sind, welche Erzählmodi und welche Bildgestaltungstechniken angewendet wurden. Das Bild vermittelt nicht eine für alle Zeit festgelegte und ‚selbstredend’ verständliche Aussage; es vermittelt eine kulturell bedingte Aussage, die ebenso kulturell bedingt interpretiert wird. Die ‚Lesbarkeit’ eines Bildes hängt von der Bildkompetenz der Interpreten ab. Das Projekt soll zu einem vertieften Verständnis der historischen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen beitragen, die der Entstehung der Bilderzählungen zu Grunde liegen. Das Team liefert einerseits Bildanalysen und entwirft exemplarisch mit verschiedenen bekannten Erzählstrukturen Beispiele unterschiedlicher Formgebungen und Erzählmodi in Bildgeschichten. Andererseits wird mit neuen, sich aus dem Reflexionsprozess ergebenden Erzählmodellen experimentiert. Durch die Engführung von kulturtheoretischer Untersuchung und praktischer Anwendung wird eine theorie- und praxisorientierte Reflexion der Gestaltung von Bilderzählungen möglich. Dieses Projekt ist eine praxisorientierte Untersuchung zu Erzähltechniken in sequentiellen visuellen Erzählungen und zur Illustrationsgeschichte. Kontakt: manfred.stirnemann@hslu.ch Status: laufend |

