CC Products and Textiles
Das Competence Center (CC) Products and Textiles vereint die Forschungskompetenz im Bereich Textil- und Produktdesign in der Schweiz. Durch gestalterische Visionen fordern wir unsere technischen Forschungs- und Industriepartner heraus, Innovationen in Maschine/Funktion/Material zu denken und in gemeinsamen Projekten in marktfähige Produkte umzusetzen. Durch methodisches Vorgehen unterstützen wir eine strukturierte Vorgehensweise im Entwurfs- und Entwicklungsprozess, welche immer auf eine spezifische Anwendung oder Zielgruppe zugeschnitten ist. Besonders interessiert uns die Definition von Werten für das Design resp. das Erfassen von Kriterien für ein Produkt oder eine Marke, – Werte wie Luxus, Innovation, Nachhaltigkeit und Swissness.
Schwergewichtig werden Projekte bearbeitet in den Themenfelder
- Digitaldruck und neue Technologien für Textilien
- Design von intelligenten Produkten
- Semantik und Wahrnehmung von Produkten
Leitung CC Products and Textiles
Stellvertretende Leitung CC Products and Textiles
Team CC Products and Textiles
| Projekttitel | Projektbeschrieb |
Optimum: Strukturfarben auf Textil | „Stellen Sie sich vor, es gibt Raumtextilien die im Tageslicht und abends mit Beleuchtung wie Diamanten funkeln.“ Diese Produktidee verbunden mit einem neuartigen und nachhaltigen textilen Ansatz bilden das Rückgrat für das KTI Projekt Optimum. Es ist das Ziel, auf Textilien Farben zu erzeugen, die weder durch teure Farbstoffe, noch durch aufwändige und unökologische Druckverfahren hervorgerufen werden. Entstanden ist diese Idee durch Zufall an der EMPA: bei einer Behandlung von Fasern durch Mikrostrukturierung entstanden unter Lichteinfall wundersame Farbeffekte. Sich diese Farbeffekte zu Nutze zu machen, um den Betrachter mit den subtilen neuartigen Farbreflexen zu verführen, hat sich die Hochschule Luzern – Design & Kunst als Partner in diesem Projekt zum Ziel gesetzt. So entstehen 2D-Hologramme auf textilen Flächen – seien es Vorhänge für private oder Panels für öffentliche Räume - die in Kombination mit einer Lichtquelle unerwartet die Betrachter überraschen. Die gestalterische Vision des Endprodukts hat eine interdisziplinäre Projektgruppe mit drei Hochschulen und 5 Industriepartnern auf den Plan gerufen, die Dank der Finanzierung durch die KTI die geheimnisvollen Effekte dieser nicht-existenten Farben aufdeckt und gestalterisch im Textilprodukt umsetzt. Über dieses Forschungsprojekt erscheint ein Beitrag in der Sendung "einstein" des Schweizer Fernsehens. Projektteam: Andrea Weber Marin, Isabel Rosa Müggler, Tina Moor Forschungsprojekt "Optimum" in der Sendung Einstein im Schweizer Fernsehen Hochschulpartner und Institutionen Hochschule Luzern - Design&Kunst EMPA St.Gallen Faserentwicklung Industriepartner Tersuisse Multifils S.A. |
Textile-Interfaces | Das KTI-Projekt “Textile Interfaces” interpretiert Fenster und Trennwände im Innenraum neu. Ausgangspunkt ist ein selbstleuchtendes Gewebe. Die Forschung fokussiert auf die Industrialisierung von Lichttextilien, entwickelt die Textil- und Lichttechnologie sowie beispielhafte Motive und deren Adaption an ein neues Herstellungsverfahren. Der Designforschung fällt die Aufgabe zu, die Erkenntnisse dieser Teilbereiche produktiv mit der Materialinnovation der technischen Labors zusammenzuführen, indem die Bedeutung und atmosphärische Wirkung von Lichttextilien für den architektonischen Raum untersucht wird. Basierend auf einer technischen und bildnerischen Recherche, ist im CC Product & Textile der Hochschule Luzern ein Leitfaden entstanden, der einerseits Anforderungen für eine technische Innovation definiert und andererseits Designkriterien zu einer neuen Motivtechnik liefert. Die Resultate aus dem dreistufigen Prozess sind ein Alphabet von gestalterischen Grundformen, systematischen Experimenten sowie eine Kollektion von Lichtmotiven für den Anwendungsbereich Architektur. www.textileinterfaces.ch Projektteam HSLU: Francoise Adler, Andrea Schumacher, Andrea Weber Marin Hochschulpartner: FHNW, Institut Design & Kunstforschung IDK, Basel HSR, Institut IPEK, Rapperswil HSLU, Design & Kunst, Luzern Industriepartner: Firma Weisbrod-Zürrer AG, Hausen a. Albis Firma Fiber Optic AG, Spreitenbach Firma IMS AG, Winterthur ![]() Lichtmotiv Garten Visualisierung mit Lichtmotiv Schwingungen |
Nahtübergreifender Inkjet-Entwurf und -Druck für Textilien | Die Inkjet-Technologie ist eine digitale Drucktechnik mit höchst interessanten Möglichkeiten für das Textildesign, die jedoch kaum genutzt werden. So könnte mit der Inkjet-Drucktechnik ein nahtübergreifendes Entwerfen von Textilien realisiert werden. Das bedeutet, dass ein textiler Entwurf nicht mehr in einem Rapport, der sich endlos wiederholt, entworfen und auf Meterware gedruckt wird, sondern schon im Bezug auf dessen Weiterverarbeitung hin exakt auf ein digitalisiertes Schnittmuster gezeichnet wird. In der Folge müssen von der Industrie keine Stoffmetragen mehr gedruckt werden, sondern fertige Schnittmusterteile, die an den Schnittmarken nur noch ausgeschnitten und zusammengenäht werden müssen. Eine solche Optimierung des Entwurfs- und Herstellungsprozesses bedingt jedoch eine spezifische Softwarelösung für nahtübergreifendes Inkjet-Entwerfen und –Drucken. Das Projekt will in einem ersten Schritt die textildesign-spezifischen Anforderungen an eine solche Software-Lösung definieren und in danach in Kooperation mit spezialisierten Firmen und Institutionen eine prototypische Applikation entwickeln.![]() Kontakt: Francoise Adler |
| Digitale Applikation von Farbe auf Textil | Diese KTI Machbarkeitsstudie ist ein interdisziplinäres Projekt zwischen Designern, Chemikern und Ingenieuren. Die designgetriebene Innovation ist in Form einer Maschine erprobt, welche die Umsetzung von neuartigen Entwürfen auf Textilien ermöglicht. Die Basis dafür ist ein digital gesteuerter Farbauftrag, der in einem Schritt mehrere Farbsysteme (Pigmente und Farbstoffe) mit verschiedenen Farbeffekten auf Textilien aufbringen kann. Diese neue Möglichkeit der Applikation von Farbe kann ausgerichtet auf eine Druckfläche zweidimensional (2D) erfolgen oder dreidimensional (3D). So können strukturierte Materialien und Objekte bedruckt werden, was bis anhin mit Digitalruck nur bedingt möglich ist. Die Haptik des Digitaldrucks ist bis anhin nicht vergleichbar mit einem analogen Farbauftrag wie z.B. von Pigmenten auf einem Untergrund vergleichbar mit Malerei oder Airbrush. Eine neue Konzeption von Farbauftrag auf Textilien mündet in die Vorstellung, dass man der digital auf Textilien aufgebrachten Farbe ihre Materialität und Körperlichkeit zurückgeben kann. Die Idee ist, unterschiedliche Farbeffekte wie Funktionen aufrufen zu können und diese in Feinheit und Intensität steuern zu können. Ein solcher innovativer Farbauftrag wird den Designprozess verändern und ist Wegbereiter für eine neuartige Produktsprache. Die konstruktive Wechselwirkung zwischen Technik und Design bestätigt sich in der geplanten Weiterführung des Vorhabens in einem KTI Projekt mit mehreren Industrie-Partnern. ![]() Kontakt: Hochschule Luzern - Design & Kunst Frau Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Andrea Weber Marin, Frau Isabel Rosa Müggler, Isabel Rosa Müggler, Frau Françoise Adler, Francoise Adler Hochschule für Technik Rapperswil Herr Prof. Alex Siméon Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften Herr Dr. Christian Hinderling |
Design & Luxus „Rien ne change. Tout change“ Hermès | Ob Autos, Schmuck oder Kleider - wir betrachten Luxus als Phänomen und Zusammenspiel materieller und immaterieller Werte. Die materiellen Werte bedeuten heute exklusive Materialität und Formgebung und dazu konträr, weil physisch ungreifbar steht die Anmutung der Produkte, die anachronistisch eine stille Eleganz verkörpert. Produkte in dieser Sparte sind kompromisslos verfeinerte Güter. Laut unserer Studie sind Luxusgüter im textilen Segment dann erfolgreich, wenn insgesamt die ästhetische Ausprägung der Funktion vorgezogen wird und das Produkt höchsten Ansprüchen an Qualität und Komfort gerecht wird. In Interviews mit fünf schweizerischen KMUs ist geklärt worden, wie der Begriff Luxus in Zusammenhang mit textilen Produkten und Design marktorientiert zu verstehen ist. Luxus ist nicht einzig und allein definiert über den Preis eines Produktes. Auf Produktebene ist es gegenwärtig eine gezielte und vielschichtige Verfeinerung von haptischen und ästhetischen Eigenschaften. Die Produkte gehen zwar hervor aus einer radikalen Auseinandersetzung mit Ansprüchen, welche das Notwendige übersteigen. Trotzdem bereichern Produkte solcher Art das genussvolle Leben. Erste Ergebnisse der Studie zeigen: Es sind designgetriebene und nicht technikgetriebene Textilfirmen, welche im qualitativ anspruchsvollen Segment wirtschaftlich erfolgreich sind. Diesen designgetriebenen Firmen ist gemeinsam, dass für sie in der Produktentwicklung die symbolische Identität und ästhetische Aussage der Produkte geprägt ist von den qualitativen Ansprüchen an Materialität und Form. Die Firmen präsentieren ihre unvergleichlichen und in ihrer speziellen Ausprägung konkurrenzlosen Produkte der Kundschaft traditionsbewusst und zugleich aufgeschlossen. So wird im Luxussegment gezielt auf eine laute, trendabhängige Bildsprache verzichtet, welche der erwünschten Zeitlosigkeit wirkungslos gegenübersteht und eher für den Massenmarkt typisch ist. Umso wichtiger für den Erfolg der Produkte ist die gut gepflegte Kundenbeziehung, welche aktuell sehr vielfältig ausgestaltet wird. Zum einen altbewährt über hochqualifiziertes Verkaufspersonal, zum anderen werden mit Web-Applikationen neue Wege beschritten, welche auf zeitgenössische Art die Kunden und deren Bedürfnisse ins Zentrum rücken. Das Ergebnis des Vorhabens ist die Studie <Design & Luxus>. Die Resultate sind anhand der Theorie der Produktsprache formuliert, welche die verschiedenen Wahrnehmungsebenen zwischen Betrachter und Produkt spezifiziert. So identifiziert die Studie modellhaft die symbolischen, formalen und zeichenhaften Ausprägungen von Produkten, welche erfolgreich auf den Luxusmarkt ausgerichtet sind. Projektteam: Isabel Rosa Müggler, Andrea Weber Marin ![]() |
| Smart Textiles | Textilen können zusätzlich zu ihrer Ästhetik, Haptik, Materialität sog. intelligente Eigenschaften aufweisen. Die Betrachtungsweise von intelligenten Textilien und deren Funktionalität in Wechselwirkung zum Design sind so wenig bearbeitete Themen, wie intelligente Textilien als Produkte jung sind. Die Relevanz einer ausgesprochen sorgfältig auf Nutzer ausgerichteten Produktsprache und schliesslich des Designs als Mittel zur Kommunikation der intelligenten Funktion ist für Smart Textiles unbestritten. Produktentwicklungen im Bereich Smart Textiles sind komplex und vielschichtig. Die daraus hervorgehenden marktreifen Resultate, werden daher tendenziell in höheren Preissegmenten positioniert sein. Für das Design bedeutet dies, dass die ästhetische Ausprägung der Produkte ausgesprochen hochwertig sein muss. Im Idealfall gelingt es bei der Gestaltung von Smart Textiles Ästhetik und Funktionalität so zu verbinden, dass diese intelligenten Produkte dem Nutzer einen überraschenden und sinnstiftenden Mehrwert bieten. Die Studie zeigt, wie ausgehend von angewandten und theoretischen Experimenten und schliesslich über die Auseinandersetzung mit dem Umfeld der Anwendung Richtgrössen identifizierbar sind, welche als Designkriterien für eine Produktentwicklung gelten können. ![]() Kontakt: Andrea Weber Marin, Isabel Rosa Müggler |
| Digitale Textiltechnologien | Internes Projekt für die Erarbeitung eines Leitfadens, der bei der Anwendung des ganzen Spektrum der digitalen Textiltechnologien Unterstützung bietet. Kontakt: Andrea Weber Marin |
Semantik im Textildesign | Das Projekt hat die Entwicklung eines präzisen Vokabulars für die Definition und Klassifizierung von textilen Dessins zum Ziel. Der theoretische Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Klassifikationsschemas (Fluss-/Baumdiagramm) basierend auf einer Auswahl von Begriffen der Kategorien Technik und Wahrnehmung. Die Begriffe werden im Baumdiagramm so verknüpft, dass das Klassifikationsschema maximal drei Ebenen umfasst. Im praktischen Teil wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Weisbrod Zürrer AG die Klassifikation in ein Softwaretool implementiert, das die Archivierung von Textilentwürfen erlaubt. Nach einer Evaluationsphase wurde eine Websoftware gewählt. Die Klassifikation wurde in das gewählte Tool implementiert und getestet. Die Textilien wurden digitalisiert, eingeteilt und der Link zum physischen Archiv erstellt. Das Archivierungstool wurde von Textildesignerinnen (Studenten und Profis) erfolgreich getestet. Das Resultat ist ein Prototyp einer Klassifikation für Textilentwürfe, die sowohl im Unterricht inkl. der dazu entwickelten didaktischen Vorgehensweise als auch als Basis für eine Archivierung in Textilfirmen zum Einsatz kommt. Kontakt: Andrea Weber Marin |
Interkulturelles Design Management | Die Studie interkulturelles Designmanagement hat das Ziel, angehende Designer auf interkulturelle Zusammenarbeiten vorzubereiten. Fokus der Studie ist der Dialog zwischen Designer und Handwerker im Entwurfsprozess. Die Studie möchte anhand von praktischen Erfahrungen ein Vorwissen vermitteln und die dafür nötigen Designkompetenzen in einem Leitfaden beschreiben. Mit Hilfe dieses Leitfadens kann ein Designer in einer Zusammenarbeit auftretende Probleme im Prozess frühzeitig identifizieren und dafür konstruktive Lösungsansätze entwickeln. Beim Erarbeiten dieses Leitfadens soll folgende These überprüft werden: "Herstellungstechnische und formale Qualitäten eines Produktes gehen hervor, wenn Designer und Handwerker miteinander Sachwissen austauschen. Dabei trägt der Handwerker das fertigungstechnische Know-how bei und der Designer die Verknüpfung zu den spezifischen Anforderungen an ein Produkt bezüglich Ausdruck und Nutzen. Der Austausch ist gelungen wenn dabei ein kreativer Impuls geschieht. In dem Sinne entsteht Neues, wenn der Designer das Potential, welches in der Fertigungstechnik, dem Material und in der Kultur des Handwerkers steckt, erkennt und mit den Produktanforderungen verknüpfen kann." Kontakt: Isabel Rosa Müggler |
Narration und Rezeption im Textildesign | Die Studie stellt ein Modell zur Produktsprache von Textilien vor, das für eine praxisbezogene Reflexion der Semantik von Bekleidung und Interior-Textilien einsetzbar ist. Das Modell bezieht sich auf Mensch-Objekt-Relationen, d.h., auf die Beschreibung der Wirkungen, Assoziationen und Bedeutungen, die textile Produkte bei potentiellen Nutzerzielgruppen voraussichtlich auslösen. Als theoretischer Bezugspunkt der Modellentwicklung wurde die sogenannte „Theorie der Produktsprache“ gewählt. Zur Anwendung dieses Ansatzes im Bereich textiler Produkte wurde die unterste Begriffsebene, die die Schnittstelle zur Designpraxis darstellt, neu erarbeitet und anhand von zahlreichen Produktbeispielen erläutert und kontextualisiert. Das Modell lässt sich sowohl präskriptiv als auch deskriptiv nutzen. Es kann zum einen Designer/innen vor dem eigentlichen Entwurfsprozess bei der Definition von Entwurfszielen (Briefings) unterstützen; zum anderen lässt es sich nach dem Designprozess zur rationalen Begründung eines Entwurfs und zur Kritik einsetzen. Die Überprüfung der Anwendbarkeit des Theorieansatzes und der Begriffe erfolgte im Rahmen dieser Studie retrospektiv und deskriptiv anhand von zwei Case Studies zu Bekleidungstextilien (Sportbekleidung von Odlo; Nachtwäsche von Calida), die produktsprachlich analysiert wurden. HSLU-Projekt Projektteam: Dagmar Steffen, , Isabel Rosa MügglerIsabel Rosa Müggler ![]() |
| Hotel Continental Park Luzern - <think global – design Local> | Das Individual- und Seminarhotel Continental Park Luzern hat investiert: Seit kurzem erstrahlen 24 frisch umgebaute Zimmer des Hotels in stimmungsvollem Ambiente. Die Rolle der Hochschule Luzern als Dienstleisterin im Projekt war diejenige, visionäre Ideen zu vertreten, die umgesetzt etwas bisher noch Ungesehenes in Material, Form und Farbe übersetzen. Eingeflossen ist die Kompetenz Design in Konzeption und textiler Fertigung. „Stellen Sie sich vor, Sie legen sich unter einen blühenden Ast und lassen Ihre Seele baumeln“. Dies ist die Leitidee des Projektes. Der Baum als wachsendes Prinzip ist ein Bild, welches in allen Kulturen positiv assoziiert wird. Bildhaft wächst frisches Grün vom Eingang in die oberen Etagen, ein Blumenmeer führt durch den Flur zu den Zimmern und über dem Bett wächst ein abstrahierter Blumenast. Der Gast kann auswählen aus den drei Farbstimmungen Royal, Granat und Perla. Die Gestaltung ist ein modernes und für die Zukunft wegweisendes Statement, wie die Kommunikation mit dem internationalen Hotelgast über Material, Farbe, Muster und Haptik bildhaft umgesetzt sein kann. Zur Entstehung: Die charmante und aufgeschlossene Besitzerfamilie Pedrazzetti hat ein ausgesprochenes Flair für Avant-Garde und Ästhetik. Sie wünschte von Anfang an, dass kreative Ideen junger Designer in die neue Gestaltung einfliessen sollen und richtete 2006 neugierig eine Anfrage an die Hochschule Luzern - Design & Kunst. So nahm das Projekt ausgehend von Studierendenarbeiten des Studienbereichs Textildesign seinen ungewöhnlichen und vielversprechenden Anfang. Das Projekt ist dynamisch und in enger Zusammenarbeit mit der Firma Bel Etage AG Willisau, der Familie Pedrazzetti und der Hochschule Luzern - Design & Kunst entwickelt und schliesslich 2009 mit regionalen Firmen realisiert worden. Projekt Partner: Hotel Continental Park Luzern, Ruth & Gabriele Pedrazzetti, Alessandro Pedrazzetti Hochschule Luzern - Design & Kunst, Isabel Rosa Müggler Firma Bel Etage AG Willisau, Markus Kirchhofer ![]() ![]() ![]() |
Produktsemantik von Smart Clothes | Das hochschulinterne Projekt befasst sich mit der Gestaltung von Smart Textiles aus der Perspektive eines nutzerzentrierten Designs, welches einer Zielgruppe entspricht. Mit der in Luzern im Forschungsteam entwickelten „Zielgruppengerechten Entwurfsmethode“ sind in diesem Projekt exemplarisch Produkte im Bereich Smart Textiles entwickelt worden. Entstanden sind ein Präventions-Shirt, welches in Form von Motiven aufgestickte Sensoren enthält und Kinderjacken, die im Dunkeln über das Textildesign mit lichtreflektierenden Pigmenten und Fasern Sicherheitsfunktionen erfüllen. Die Produkte sind mit den jeweiligen Zielgruppen evaluiert worden. Bei allen Beispielen ist das Design unterstützend eingesetzt, um dem Nutzer die spezielle Funktion des Smart Produktes und seine verschiedenen Modi in ästhetisch ansprechender und verständlichen Weise sichtbar zu machen. Das Design ermöglicht einerseits die Identifikation der Zielgruppe mit dem Produkt und fördert andererseits im Falle von therapeutisch eingesetzten Produkten zudem die Akzeptanz beim Nutzer. Das Projekt setzt den zumeist technikgetriebenen Entwicklungen im Bereich Smart Textiles eine designgetriebene, zugleich bildhaft verspielte und an Nutzerbedürfnissen orientierte Sichtweise entgegen. Das Ziel der entwickelten Entwurfsmethode, welche die Zielgruppe und deren Vorlieben ins Zentrum rückt, ist es, Textil- und Bekleidungsdesigner in eine produktsemantische Reflexion einzuführen. Dies, da die gängige und überwiegend intuitiv-künstlerische Arbeitsweise unter Textil- und Bekleidungdesignern für die komplexeren Anforderungen in neuen Arbeitsfeldern mit grossem wirtschaftlichem Potential wie z.B. Smart Textiles alleine nicht mehr ausreichend ist. ![]() ![]() Projektteam Hochschule Luzern: Françoise AdlerFrançoise Adler, Dagmar Steffen, & ETH Zürich |












