CC Products and Textiles
Mit der textilen Designforschung eröffnen wir unseren Wirtschaftspartnern die Möglichkeit, Innovationen für spezifische Zielgruppen mit Bezug zum Markt zu realisieren. Unsere Motivation schöpfen wir aus der Überzeugung, dass textile Traditionen, materialspezifische Eigenheiten und prozesstechnisches Wissen aktuell sind und ein enormes Potential für wegbereitende Entwicklungen bergen. Mittels textilen Analogien und experimentellen systematischen Methoden der Gestaltung entstehen innovative Produkte und Prozesse, welche die textilen Kompetenzen zeitgemäss und mit der notwendigen Radikalität weiterleben lassen.
Themen:
- Future Textiles
- Design und Technologie
- Preinnovation Lab
Leitung CC Products and Textiles
Prof. Dr. Andrea Weber-MarinIsabel Rosa Müggler
Team CC Products and Textiles
Françoise Adler, Janine Häberle, Tina Moor, Stijn Ossevoort, Kim Poldner, Alexis SchwarzenbachVeranstaltungen:
Netzwerke:
SwissTexNet
WTT CH Ost
Sportcluster
| Projekttitel | Projektbeschrieb |
| KTI DAFAT Digitale Applikation von Farbe auf Textil | ![]() Das Projekt DAFAT behandelt die Weiterentwicklung der digitalen Drucktechnik aus Designsicht. Dabei ist das Ziel, der Farbe ihre Materialität zurückzugeben und dem Druck einen expressiven Ausdruck zu verleihen. Gemeinsam mit Industrie- und Anwendungspartnern wird an der Entwicklung einer neuen Technologie gearbeitet, die sowohl die zu applizierenden Farbstoffe, als auch die Applikationsart neu definiert. Im Fokus steht ein neuer ästhetischer und haptischer Ausdruck auf Textil. [engl.] The KTI-project DAFAT is an interdisciplinary research project, which attempts to find new ways of digital printing on textile. The goal is to regain the materiality in textile dyes by introducing a new application technique, which is both aesthetically as haptically unique. This joint project with industry partners and producing companies will lead to a new technical development for the digital application of colour onto textiles. Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Hochschule Luzern – Design & Kunst Projektbeteiligte: Françoise Adler, Salome Egger [ehem.], Stijn Ossevoort Zeitrahmen: 01.01.2011 bis 01.01.2013 |
| Ausstellungs- und Eventpavillon HSLU Interdisziplinärer Schwerpunkt: Gebäude als System | Der Verein Luzern Design, der sich für eine Stärkung Luzerns und der Zentralschweiz als Standort für Design und Gestaltung einsetzt, gelangte mit der folgenden Projektidee an die Hochschule Luzern: die Entwicklung eines temporären Pavillons der das klassische Festzelt für gehobene Anlässe ersetzt. Dies unter der Vorgabe, dass der Pavillon höchsten Ansprüchen in den Bereichen Materialisierung, Design, Architektur, Nutzung und energietechnischen Vorstellungen der heutigen Zeit gerecht werden soll. Aus dieser Idee entstand ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, bei dem Textilien im Vordergrund stehen: Mit minimaler Konfektion soll die Hülle von der zweiten in die dritte Dimension gebracht werden und eine entscheidende Rolle in der Konstruktion einnehmen. In Zusammenspiel mit Druckstäben kann die textile Fläche Zugkräfte aufnehmen und so für eine neue textile Ästhetik in der Architektur sorgen. Projektleitung: Prof. Dieter Geissbühler, Hochschule Luzern - Technik & Architektur Mitarbeitende: Hochschule Luzern - Design & Kunst: Prof. Tina Moor, Luzia Kälin [ehem.] Hochschule Luzern - Technik & Architektur: Alexander Lempke, Lukas Hodel Hochschule Luzern - Wirtschaft: Prof. Dr. Jens Meissner, Martin Sprenger Industriepartner:Verein Luzern Design, Seecon GmbH Umsatz:115'000.- SFR Abschluss: Juni 2013 ![]() Testaufbau des textilen Konstruktionsprinzips im Masstab 1:1 Artikel zum Projekt: Baublatt, Nr 33, August 2012 Modulor, Thema ‚Pavillon’, September 2012 Vortrag Eventpavillon Luzern: Textile Forschung in der Architektur am Innovationday 2012 von Prof. Dr. Andrea Weber Marin und Dr. Tina Moor Link zur Präsentation |
Sustainability & Meaning Kompetenzausrichtung CC Produkt & Textil | If innovation were bound to renew for the sake of change we would not progress. It is important to question the use and need for product innovation, which does not mean that innovation is an unwanted development. Innovation drives new product development and is the basis of our CC products & textiles. We just have to be aware that change is neither good nor bad, however necessary to move away from our unsustainable world situation. The importance of sustainability in our world situation is reflected in a growing research interest; therefore we label our new direction “Sustainability and Meaning”. Design cannot ignore the users needs and desires. We will treat design as a way to slow down consumption. In our view design it is a tool to initiate and support the relationship between the object and its future user. Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Hochschule Luzern – Design & Kunst Projektbeteiligte: Stijn Ossevoort, Françoise Adler |
KTI BambuSigns Bambus als Nutzpflanze und Werkstoff abgeschlossen | Bambus ist ein schnell wachsender Rohstoff mit einem breiten Anwendungsspektrum, das unter anderem natürliche Bambusfasern für Textilien sowie Plattenwerkstoffe für den Möbel- und Innenausbaubereich umfasst. Das Projekt lotet die technischen und ästhetischen Potentiale des Materials in diesen Anwendungsfeldern aus, entwickelt gemeinsam mit vier Wirtschaftspartnern zeitgemässe Textilien und Innenausbau-Produkte und dokumentiert die Ergebnisse in einem Material- und Design-Leitfaden. Um die gegenwärtige Wahrnehmung von Bambus in der Schweiz zu erkunden, ergänzt eine Customer Experience-Studie die Produktentwicklungen. Ziel ist, die wirtschaftlichen und ökologischen Chancen dieses im europäischen Kulturraum bisher nicht beheimateten Materials zu ermitteln und ein positives Image aufzubauen. [engl.] Bamboo is a fast growing natural resource with a wide range of applications, which include natural bamboo fibres for textiles and strand woven bamboo for interior design and parquet flooring. The research project has been exploring the technical and aesthetic potential of various bamboo materials in these fields of application. Contemporary textiles, panels and floor tiles for interior design have been developed in collaboration with four commercial partners. Research findings, such as the various properties, pros and cons and ways of treating and processing bamboo materials have been documented in a material and design compendium. In order to explore the present customer’s perception in Switzerland, a customer experience study complements the product development. Aim of the project was to expose the economical and ecological opportunities and to establish a positive image for a material that is not indigenous in Europe. Projektleitung:Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Hochschule Luzern – Design & Kunst Projektbeteiligte: Prof. Nina Gellersen, Hans Kaspar Hugentobler, Isabel Rosa Müggler, Stijn Ossevoort, Dr. Dagmar Steffen Industriepartner: ChemAxis GmbH, Litrax AG, Traxler AG, Weisbrod-Zürrer AG Fördersumme: 110‘000.- SFR Zeitrahmen: Februar 2011 - Juni 2012 ![]() [Fig. 1] Jacquardgewebe aus natürlicher Bambusfaser und Seide [Fig. 2] Lasergravur- und Siebdruck-Tests auf Strand Wovon Bambusplatten |
| Optimum: Strukturfarben auf Textil abgeschlossen | „Stellen Sie sich vor, es gibt Raumtextilien die im Tageslicht und abends mit Beleuchtung wie Diamanten funkeln.“ Diese Produktidee verbunden mit einem neuartigen und nachhaltigen textilen Ansatz bilden das Rückgrat für das KTI Projekt Optimum. Es ist das Ziel, auf Textilien Farben zu erzeugen, die weder durch teure Farbstoffe, noch durch aufwändige und unökologische Druckverfahren hervorgerufen werden. Entstanden ist diese Idee durch Zufall an der EMPA: bei einer Behandlung von Fasern durch Mikrostrukturierung entstanden unter Lichteinfall wundersame Farbeffekte. Sich diese Farbeffekte zu Nutze zu machen, um den Betrachter mit den subtilen neuartigen Farbreflexen zu verführen, hat sich die Hochschule Luzern – Design & Kunst als Partner in diesem Projekt zum Ziel gesetzt. So entstehen 2D-Hologramme auf textilen Flächen – seien es Vorhänge für private oder Panels für öffentliche Räume - die in Kombination mit einer Lichtquelle unerwartet die Betrachter überraschen. Die gestalterische Vision des Endprodukts hat eine interdisziplinäre Projektgruppe mit drei Hochschulen und 5 Industriepartnern auf den Plan gerufen, die Dank der Finanzierung durch die KTI die geheimnisvollen Effekte dieser nicht-existenten Farben aufdeckt und gestalterisch im Textilprodukt umsetzt. Das Projekt wurde nominiert für den Designpreis Schweiz 2011 im Bereich "Research" www.designpreis.ch Über dieses Forschungsprojekt berichtete die Sendung "einstein" des Schweizer Fernsehens am 12.05.2011. Link zum Videoportal Projektteam: Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Isabel Rosa Müggler, Tina Moor Hochschulpartner und Institutionen Hochschule Luzern - Design & KunstHochschule Rapperswil Institut IPEK EMPA St.Gallen Faserentwicklung Industriepartner Tersuisse Multifils S.A. 3D AG Solderbond GmbH Création Baumann AG |
| DEMT (Digitale 3D Entwurfsmethoden im Textil – Textil verlässt seine Grenzen) abgeschlossen | Spätestens seit Mitte der 90er-Jahre ist der Computer aus der Design-Praxis nicht mehr wegzudenken. Entworfen wird inzwischen mehrheitlich digital. Diese Praxis hat sich auch in den 3D-Designdisziplinen wie Produktdesign und Architektur durchgesetzt. Anders im Textildesign: Muster werden zwar digital entworfen, das Potential einer Gestaltung auf 3D-Körper wird aber kaum genutzt, obwohl es dazu bereits entsprechende Software gibt. Das Forschungsprojekt DEMT untersuchte die Gründe für diese Zurückhaltung in qualitativen Analysen in den relevanten Anwendungsfeldern. Dabei konnte das Potential digitaler Entwurfsverfahren für die Textildesign-Praxis deutlich bestätigt werden. Gleichzeitig offenbarte sich die Umsetzung der 3D-Entwürfe als eigentliche Schlüsselstelle für die erfolgreichen Nutzung dieses Potentials: Bisher ist die 3D-Druck-Materialität unbefriedigend. Auftraggeberin:Hochschule Luzern – Design & Kunst Projektleitung: Françoise Adler Mitarbeitende: Salome Egger [ehem.] Zeitrahmen:01.12.10 – 28.03.12 ![]() Digitaler 3D Entwurf Skizze "Scripto" von Janine Häberle |
Corporate Housing HSLU Interdisziplinärer Schwerpunkt: Gebäude als System abgeschlossen | We initiated this internal HSLU project from the notion that our buildings do not support much interaction. Their embodiment, designed to protect and provide privacy, hinders the possibility of establishing social connections. Our houses lock us in; most people are better connected with distant friends than with their neighbours. Within the project we have been exploring the ways in which a building obstructs our natural and social life. We uncovered an analogy between the way people like to change their living space and the ways people express personality through their look, mode of dress and behaviour. Although people can easily change their outfit to reflect their feelings or mood, their living environment is limited to changes, especially when people rent their house or lack the financial or physical ability to make alterations. Our aim is to develop artefacts, which support thriving natural communities despite the obstacles our living environment imposes. Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Weber Marin, Hochschule Luzern – Design & Kunst Projektbeteiligte: Hochschule Luzern - Design &Kunst: Stijn Ossevoort, Isabel Rosa Müggler Hochschule Luzern - Technik & Architektur: Erni Niederberger, Vinzenz Härri |
Design Research Outlook „Dyadic Design“ abgeschlossen | Design takes an unusual position towards sustainability. Although good design can reduce the environmental impact by 80% through efficiency and closed loops, design is also responsible for our material obsession and its consequential consumerism, a duality that often proves a dilemma for designers. We introduced the term “dyadic design” to describe a complete user-product relationship. ![]() An example of dyadic design: „Message in the Bottle“ (design Stijn Ossevoort) Based on current sustainable issues and the dilemmas designers face to incorporate these, we formulated a research direction, which brings the immaterial side of product design to the foreground. Traditionally, design decisions are focussed on the product’s materiality (see image above). However when it comes to create a rich user relationship, shape, material and colour, do not stand on their own. Designers need to pay as much attention to the non-material side of products if they are to initiate a user-product relationship that will endure. Auftraggeberin:Hochschule Luzern – Design & Kunst Projektleitung: Stijn Ossevoort Mitarbeitende: Salome Egger [ehem.] Zeitrahmen:10.07.10 – 10.02.11 |






