Camera Arts
Bachelor Visuelle KommunikationDauer und Inhalte
Die Studienrichtung Camera Arts dauert sechs Semester. Pro Semester wird jeweils ein Thema behandelt:
- Die Kamera als Werkzeug
- Die erweiterte Kamera
- Die Kamera im medialen Kontext
- Die erzählende Kamera
- Kamerabild und Transformationsprozesse
- Die Autorenschaft
Semester 1: Die Kamera als Werkzeug
Ausgehend von der Kamera als Werkzeug werden im ersten Studienjahr die technischen und handwerklichen Grundlagen gelegt. Dies bedeutet, dass sich die Studierenden mit der Kamera in handwerklicher Hinsicht, im historischen Kontext und als Teil einer Produktionskette vertieft beschäftigen.
Semester 2: Die erweiterte Kamera
Im zweiten Semester erfahren die Studierenden mehr zu den Phänomenen Ton, Licht und Bewegung und untersuchen Bild-Ton-Korrespondenzen. Einführungen in Typographie und Layout schaffen zudem erste Grundlagen für den «visual Essay».
Bereits jetzt wird bei der Umsetzung von Projekten grossen Wert darauf gelegt, dass die Anwendungsfelder in den Bereichen der künstlerischen Praxis, der visuellen Vermittlung und der dokumentarischen Positionen thematisiert werden.
Semester 3: Die Kamera im medialen Kontext
Das zweite Ausbildungsjahr widmet sich der Kamera und dem Kamerabild als erzählerischem Medium in multi-medialen Kontexten – vom Storytelling in digitalen Netzwerken bis zur räumlich-installativen Inszenierung von Bildern. Dabei liegt im dritten Semester der Schwerpunkt auf dem Kennenlernen verschiedener medialer Kontexte sowie auf der visuellen Vermittlung von Inhalten. Welche Geschichte erzähle ich? Wem erzähle ich diese Geschichte, und mit welchen Mitteln? Themen sind die Befragung der Empfängerinnen und Empfänger, ihre Bedürfnisse sowie der Medientransfer zwischen verschiedenen Plattformen. Die Studierenden erwerben Sprachkompetenzen in Text und Ton sowie einfache Programmierkenntnisse. Im Theorieteil werden Informationen zu Medientheorie/Kunsttheorie, Begriffserklärungen, Kunst und Gesellschaft sowie zu wissenschaftlichen und ethnographischen Methoden vermittelt.
Semester 4: Die erzählende Kamera
Das vierte Semester steht unter dem Begriff des «kuratierten Archivs». Einzelbilder, Bildfolgen, Ton und Text gehen immer komplexere Verbindungen ein und werden in immer komplizierteren Systemen strukturiert. Folglich geht es nicht mehr nur um die eigenen Geschichten, sondern auch um das Nutzen vorhandener Bildquellen aus dem Internet und aus anderen Archiven. Neben dem Strukturieren, dem visuellen Erforschen und Transformieren vorhandener Archive initiieren die Studierenden auch partizipative Archivprojekte. In diesem Zusammenhang werden Themen wie Bildqualität und Urheberschaft sowie experimentelle und nichtlineare Erzählweisen (Hypertext, Hyperimage) thematisiert. Zudem werden Projektmanagement, Selbstorganisation sowie Planung und Umsetzung von komplexeren Projekten bedeutsam. Teamarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit werden dabei gross geschrieben.
Semester 5: Kamerabild und Transformationsprozesse
Das dritte Jahr steht ganz im Zeichen der Bachelor-Arbeit. Das fünfte Semester dient der Vorbereitung auf diese Abschlussarbeit. Die Themen der ersten vier Semester werden noch einmal vertieft und hinsichtlich möglicher Transformationsprozesse des Kamerabilds untersucht. Aus der Vielfalt der Themen der vergangenen zwei Jahre heraus werden zudem eigenständige Positionen und eine eigene Profilierung herausgearbeitet sowie der Markt im Hinblick auf Berufs- und Praxisfelder befragt. Urheberrechte, Autorenschaft und Ethik bekommen eine verstärkte Bedeutung. Die Anwendung transmedialer Konzepte erhält eine höhere Relevanz und Präsentationskompetenzen werden ausgebaut. Zusammen mit der Bachelor-Arbeit wird eine Vertiefung in ein Thema ermöglicht, mit der sich die künftigen Absolventinnen und Absolventen positionieren und spezialisieren können. Teamarbeit wird bevorzugt und gezielt gefördert.
Semester 6: Die Autorenschaft
Im sechsten Semester verfassen die Studierenden die theoretische und praktische Bachelor-Arbeit. Sie soll eine angewandte oder künstlerische Arbeit darstellen, die den Einstieg in die Berufspraxis ermöglicht.


